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Kanton Thurgau verzichtet auf weitere Massentests an Schulen

Von Februar bis März 2021 wurde ein Pilotprojekt für breites Testen im Schulumfeld am Bildungszentrum für Gesundheit und Soziales in Weinfelden durchgeführt. Die Auswertung zeigt, dass der Aufwand für die Schulen sehr hoch ist und die Teilnahmebereitschaft bei den Lernenden eher gering.

19.03.2021 / 08:20 / von: mle
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Von Februar bis März 2021 wurde ein Pilotprojekt für breites Testen im Schulumfeld am Bildungszentrum für Gesundheit und Soziales durchgeführt. (Archivbild: KEYSTONE/DPA/MARIJAN MURAT)

Von Februar bis März 2021 wurde ein Pilotprojekt für breites Testen im Schulumfeld am Bildungszentrum für Gesundheit und Soziales durchgeführt. (Archivbild: KEYSTONE/DPA/MARIJAN MURAT)

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Breites Testen kann dabei helfen, Übertragungsketten frühzeitig und wirkungsvoll zu unterbinden und kann daher die Öffnungsschritte als wirkungsvolles Mittel zur Kontrolle des Coronavirus begleiten. Im Auftrag des Regierungsrates wird aktuell ein kantonales Konzept zur Ausweitung des Testens im Kanton Thurgau erarbeitet. Vorbereitend dafür wurden Pilotprojekte zum flächendeckenden wiederholten präventiven Testen durchgeführt.

Ein Pilotversuch zur Covid-19-Testung an Schulen fand während vier Wochen am Bildungszentrum für Gesundheit und Soziales (BfGS) in Weinfelden statt. Von den rund 1'200 Lernenden nahmen 300 regelmässig an den freiwilligen Tests teil. Insgesamt wurden rund 1'300 Spucktests analysiert.

In einem Fall konnte das Sars-Cov-2-Virus nachgewiesen werden, alle anderen Proben waren negativ. Wie der Fachstab Pandemie des Kantons Thurgau am Freitag schreibt, sei die Teilnahmequote zu tief, um fundierte Aussagen zur Situation am BfGS machen zu können. Die für den Verzicht auf die Tests angeführten Gründe waren vielfältig. Den einen Lernenden ging es darum, keine Anordnung zur Isolation oder Quarantäne zu riskieren, während andere schlicht das Testmaterial zu Hause vergessen hatten.

Vorerst keine präventiven repetitiven Tests an Schulen

Dennoch konnten wertvolle Erkenntnisse aus dem Pilotversuch gewonnen werden. Der Aufwand für die Durchführung von Tests an Schulen sei beachtlich und mit den vorhandenen administrativen Ressourcen schwierig zu bewerkstelligen. Es sei deshalb notwendig, dass der Kanton für ein passendes Unterstützungsangebot sorge, insbesondere auch für die konkreten Abläufe während des Testens. Im Rahmen von Ausbruchstestungen sollten weitere Erfahrungen gesammelt werden. Bis auf weiteres werde auf flächendeckende präventive repetitive Tests an Schulen verzichtet.

Auch der Kanton Appenzell Innerrhoden setzt auf einen Pilotversuch mit regelmässigen Tests. Appenzell Ausserrhoden und St.Gallen hingegen, verzichten auf präventive Massentests. Sie stellen den Sinn einer solchen Massnahme in Frage. 

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