Pull down to refresh...
zurück

Kreuzlingen sagt Ja zur Freihaltung der Festwiese

In der Stadt Kreuzlingen hat die Stimmbevöllkerung die Volksinitiative «zur Freihaltung der Festwiese beim Bärenplatz» angenommen. Der Stadtrat muss somit nun neue Varianten prüfen.

07.03.2021 / 19:25 / von: sbr/ska
Seite drucken Kommentare
1
Auf der Kreuzlinger Festwiese soll doch kein neues Stadthaus gebaut werden, das Stimmvolk will einen alternativen Standort. (Bild: Keystone/MARIO GACCIOLI)

Auf der Kreuzlinger Festwiese soll doch kein neues Stadthaus gebaut werden, das Stimmvolk will einen alternativen Standort. (Bild: Keystone/MARIO GACCIOLI)

1
Schreiben Sie einen Kommentar

Das Stimmvolk von Kreuzlingen hat im November 2016 dem Bau eines Stadthauses und der Neugestaltung der Festwiese beim Bärenplatz zugestimmt. Es hat einen Kredit von 47.5 Millionen Franken genehmigt.

Für den Bau wurde ein Vorprojekt erstellt und zur Bewilligung eingereicht. Es hat Einsprachen gegeben, weil das Gebäude die im Baurecht festgelegte Maximallänge übersteigt. Eine Bewilligung ist deswegen nicht erteilt worden. Das Projekt war seither sistiert.

Im August 2019 wurde dann die Volksinitiative «zur Freihaltung der Festwiese beim Bärenplatz» eingereicht. Diese fordert, dass die Stadt für das Stadthaus einen anderen Platz als die Festwiese sucht. Die Initianten wollen die Festwiese vollständig erhalten und damit das historische Erbe im Zentrum wahren. Ebenso verlangten sie eine bescheidenere Planung.

Mit diesem Anliegen feiern die Initianten nun einen Erfolg. Die Kreuzlinger Stimmbevölkerung hat mit 53,3 Prozent Ja gesagt. Damit bleibt das Projekt weiterhin sistiert. Von den insgesamt 8512 Stimmberechtigten Kreuzlingerinnen und Kreuzlinger gingen 4546 Stimmzettel ein. 2342 Personen hiessen die Volksinitiative gut, 2055 lehnten sie ab.40 Stimmzettel waren leer, 109 ungültig. Die Stimmbeteiligung betrug 53.4 Prozent.

 «Der Stadtrat ist enttäuscht, akzeptiert aber selbstverständlich den Entscheid der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger. Wir nehmen deren Auftrag entgegen und werden jetzt mögliche Varianten für die Räumlichkeiten der Stadtverwaltung prüfen,» erklärt der Kreuzlinger Stadtpräsident Thomas Niederberger.

Für die alternative Variante muss das Stimmvolk erneut über einen Kredit entscheiden. «Wir machen den Fächer weit auf und prüfen zunächst mit dem Gemeindeparlament mögliche Varianten, bevor wir einen Planungskredit beantragen werden», so Niederberger weiter. Er rechnet damit, dass frühestens 2023 ein neuer Kredit vorgelegt werden kann.

Im Beitrag von TELE TOP feiern die Initianten «zur Freihaltung der Festwiese beim Bärenplatz» ihren Sieg mit Gesang und Lagerfeuer:

video

Beitrag erfassen

Thomas Müller
am 07.03.2021 um 16:21
Wunderbar...diese Nachricht....das Volk ist erwacht...nun weiter so... nicht alles was von der Stadt und ihren "schlauen Stadträten" kommt ist richtig.