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Krise im Steckborner Stadtrat geht in die nächste Runde

Der Rücktritt des Steckborner Stadtrates Gregor Rominger hat für viel Aufsehen gesorgt. Jetzt packt der Stadtpräsident Roman Pulfer aus: Er vermutet, dass seine Ratskollegen ihn zum Rücktritt zwingen wollen.

26.05.2020 / 19:25 / von: ska
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Der Rücktritt des Steckborner Stadtrates hat für Wirbel in der örtlichen Politik gesorgt. (Screenshot: TELE TOP)

Der Rücktritt des Steckborner Stadtrates hat für Wirbel in der örtlichen Politik gesorgt. (Screenshot: TELE TOP)

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Am Untersee hängt der Haussegen schief: Seit mehreren Wochen kriselt es zwischen den Mitgliedern des Stadtrats von Steckborn. An die Öffentlichkeit gelangten die Konflikte durch die Publikation eines internen Mailverkehrs zwischen dem Noch-Stadtradt Gregor Rominger und dem umstrittenen Stadtpräsidenten Roman Pulfer. Darin einigen sich die Beiden auf den offiziellen Kündigungsgrund: «unterschiedliche Auffassungen der Amtsführung», welcher dann auch in der Medienmitteilung erschien.

Nun geht der Streit in die zweite Runde: Gestern erschien eine zweite Medienmitteilung aus dem Stadtverwaltungsgebäude. Darin wird der amtierende Stadtpräsident Roman Pulfer harsch kritisiert: «Mit der Wahl von Roman Pulfer als Stadtpräsident im Juni 2019 hat sich ein neuer Führungsstil im Gemeindehaus etabliert, welcher bei Abteilungsleitern, Angestellten, dem Stadtratkollegium und in Teilen der Bevölkerung vermehrt zu Unzufriedenheiten führte. (…) Daraus resultierten persönliche Mängel an Führungsqualitäten im Stadtpräsidium.» Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, wolle der Stadtrat dem Stadtpräsidenten nun ein Gremium beiseite stellen. 

Roman Pulfer betont auf Anfrage von TELE TOP, dass diese Medienmitteilung nicht durch ihn abgesegnet wurde. Dass die Stadträte nun ohne das Beisein des Präsidenten Mitteilungen veröffentlichen, zeigt, wie verhärtet die Fronten zwischen dem Stadtpräsidenten und seinen Ratskollegen sein müssen. Weiter vermutet Roman Pulfer, dass er durch diese «Intrigen»  zum Rücktritt gezwungen werden soll. «Das wird aber nicht passieren».

Auf Anfrage von TELE TOP weist Vize-Präsidentin Michaela Dähler die Vorwürfe von sich: «Der Medienmitteilung wurde mehrheitlich (5/7) durch den Stadtrat zugestimmt. Betreffend Äusserung von Roman Pulfer, der Stadtrat würde seinen Rücktritt anstreben: «Das ist schlicht falsch. Der Stadtrat strebt mit dem lancierten «Projekt Steckborn plus» eine Unterstützung des Präsidiums und der Verwaltung an. Dies zum Wohle des Städtchens Steckborn.»

Im Beitrag von TELE TOP beurteilt der Politologe Bruno Eberle die Krise am Untersee:

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Ml. Baumann
am 27.05.2020 um 18:23
Die Geschichte muss doch einen Anfang haben....Leider weiss das noch niemand (ausserhalb des Gemeindehauses).Das wäre mal interessant !