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Kurzarbeitgesuch wegen Energiemarktlage

Aufgrund der Energiemangellage sind schnell Stimmen laut geworden, die eine Kurzarbeitsentschädigung analog zur Corona-Pandemie fordern. Tatsächlich setzt das SECO vor dem Hintergrund der aktuellen Energiemarktlage wieder auf Kurzarbeit.

21.11.2022 / 11:36 / von: jma/cfi
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Das SECO und das AWA des Kantons Thurgau wappnen sich für mögliche Kurzarbeitsentschädigungen. (Symbolbild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Das SECO und das AWA des Kantons Thurgau wappnen sich für mögliche Kurzarbeitsentschädigungen. (Symbolbild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

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Wie das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Thurgau mitteilt, wappnen sich das SECO und das AWA für mögliche Kurzarbeitsentschädigungen (KAE). Viele Unternehmen befürchten, dass der Winter wegen der Energiemangellage ungemütlich werden könnte. Allerdings zeigen die Notfall-Szenarien von Swissgrid ein positiveres Bild als gefürchtet. In Anbetracht dessen gab der Bundesrat Entwarnung betreffend Stromengpass.

Kurzarbeit aufgrund von Energieproblematik

AWA-Amtsleiter Daniel Wessner erklärt, dass für allfällige Entschädigungen zwischen erhöhten Energiepreisen und einer Energiemangellage unterschieden werden muss. Weiter sagt er, «mit Energiepreissteigerungen sehen sich verschiedene Unternehmerinnen und Unternehmer bereits konfrontiert, aber eine Energiemangellage ist nicht eingetreten und wird aus heutiger Sicht auch kaum erfolgen».

Nur in Ausnahmesituationen

Wie Daniel Wessner erklärt, wird das Instrument nur in Ausnahmesituationen Anwendung finden, «Eine Energiepreissteigerung alleine reicht nicht aus als Grund für den Bezug von Kurzarbeitsentschädigungen». Anrecht auf eine KAE haben nur Unternehmen aus einer stromintensiven Branche, bei denen trotz Sparmassnahmen die Energiekosten massiv über dem langjährigen Mittel liegen und somit Arbeitsplätze gefährdet.

Wichtig ist, das die Wirtschaft eigenverantwortlich handelt und der Staat nur im Notfall eingreift, so Weeser. «Das Medikament Kurzarbeit war in Pandemiezeiten wirksam, es darf aber nicht zur Droge werden und abhängig machen».

TELE TOP hat mit dem Kanton über die Gründe des Entscheides gesprochen: 

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