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Militärpiloten üben Tiefflug in der Ostschweiz

Im Oktober und November üben sieben Militärpiloten das Tiefflugmanöver. In nur 50 Metern Höhe lernen die Piloten ihren Helikopter präzise zu steuern und trotz geringer Sichtweite den Überblick zu behalten.

19.10.2020 / 17:56 / von: lpe
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In 50 Metern Höhe lernen die Piloten ihren Helikopter präzise zu steuern und trotz geringer Sichtweite den Überblick zu behalten. (Bild: Schweizer Armee - FST A/Creative Commons 3.0)

In 50 Metern Höhe lernen die Piloten ihren Helikopter präzise zu steuern und trotz geringer Sichtweite den Überblick zu behalten. (Bild: Schweizer Armee - FST A/Creative Commons 3.0)

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Zurzeit bereiten sich sieben angehende Militärpiloten der Schweizer Armee auf ihre bevorstehenden Tiefflüge vor. Das führt zwischen dem 19. Oktober und dem 27. November zu einer erhöhten Helikopteraktivität in der Zentral- und Ostschweiz.

Viel Vorbereitung erforderlich

Die herausfordernden Flugmanöver erfordern eine intensive Vorbereitung. Die Piloten setzen sich nebst der erforderlichen Technik auch über einen Tag mit der genauen Flugstrecke auseinander, erklärt Beat Hedinger von der Schweizer Armee gegenüber RADIO TOP. Die angehenden Piloten prüfen das Gelände und durchdenken mögliche Szenarien. Während den jeweils einstündigen Tiefflügen sollen die Piloten immer genau wissen wo sie sich aufhalten und müssen lernen, den Helikopter punktgenau zu steuern und  zu landen. Dabei bewegen sie sich auf einer Flughöhe zwischen 50 und hundert Metern. So seien sie beispielweise selbst bei schlechtem Wetter auf die Rettung oder Sicherung von Personen vorbereitet, erklärt Beat Hedinger weiter.

Was es mit dem Flugmanöver auf sich hat, erzählt Beat Hedinger von der Schweizer Luftwaffe im Beitrag von RADIO TOP: 

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Helikopter verstecken

Etwas später in der Ausbildung fliegen die Militärpiloten noch etwas tiefer. Dabei könnten sich Helikopter gar hinter Baumwipfeln, Wohnsiedlungen oder Hügeln verstecken und somit möglichst unbemerkt fremdes Gebiet ansteuern. So könnten beispielsweise Personen sicher auf fremden Boden abgesetzt werden. «Auch wenn man sich nicht so sicher ist, ob die Personen auf dem Boden einem gegenüber freundlich gestimmt sind.» Auf tiefer Flughöhe bestehen aber auch trivialere Gefahren für Piloten und die Bevölkerung.

Besondere Vorsicht bei Reitern und Stromleitungen

Besonders heikel für den Piloten und seinen Helikopter sind Stromleitungen, daher sei die Prüfung der Flugroute so wichtig, sagt Beat Hedinger.

Weil die Helikopter durch den Tiefflug so überraschend auftauchen können, erschrecken sie teilweise auch die Bevölkerung oder Tiere. Besonders gefährdet seien Ross und Reiter. In einer solchen Situation versuchen die Piloten rasch wieder an Höhe zu gewinne und damit die Gefahr schnellstmöglich einzudämmen.

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