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Müssen bei Hochzeiten im Kanton Thurgau bald Kontaktdaten erhoben werden?

Der Kanton Thurgau erwägt eine Verschärfung der Coronamassnahmen. Im Zentrum stehen dabei private Veranstaltungen, also etwa Hochzeiten oder Geburtstagsfeiern. Der kantonale Fachstab schlägt für diese Veranstaltungen eine Pflicht zur Erfassung der Kontaktdaten vor.

18.09.2020 / 14:58 / von: sfa
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Bei privaten Veranstaltungen - etwa Hochzeiten - könnte im Kanton Thurgau bald eine Pflicht zur Erfassung von Kontaktdaten eingeführt werden. (Bild: Pexels / pixabay.com)

Bei privaten Veranstaltungen - etwa Hochzeiten - könnte im Kanton Thurgau bald eine Pflicht zur Erfassung von Kontaktdaten eingeführt werden. (Bild: Pexels / pixabay.com)

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Im Kanton Thurgau befinden sich aktuell 65 Personen wegen des Coronavirus in Isolation, vier von ihnen liegen im Spital. Die Fallzahlen steigen damit wieder deutlich stärker an als noch vor wenigen Wochen. Der Fachstab Pandemie zeigt sich in einer Mitteilung besorgt über den Anstieg: Er zieht in Erwägung, dem Regierungsrat weitere Massnahmen vorzuschlagen, heisst es dort. Er hat sich diesbezüglich am Freitagmorgen zu einer ausserordentlichen Sitzung getroffen.

In Frage kommt etwa, für die Veranstalter von privaten Anlässen eine Pflicht zur Erhebung der Kontaktdaten einzuführen. Eine solche Pflicht besteht bisher lediglich für öffentliche Veranstaltungen wie etwa Konzerte. Neu würde sie auch die Organisatoren eines Hochzeitsfestes oder einer Geburtstagsfeier treffen.

Thurgauer Contact Tracer sind am Anschlag

Denn gerade bei privaten Veranstaltungen würden die geltenden Abstands- und Hygieneregeln häufig missachtet, so der Thurgauer Fachstab. Das Contact Tracing im Kanton Thurgau ist am Anschlag, wie der Kanton bereits Mitte der Woche bekannt gab. Dazu beigetragen haben unter anderem zwei grössere Infektionsherde im privaten Rahmen: So kam es bei einer Vereinsreise und einem Chorkonzert zu Coronafällen. Während bei Infektionsfällen bei öffentlichen Anlässen die Besucherlisten standardmässig bereits erstellt wurden und den Contact Tracern nur noch weitergeleitet werden müssen, gibt es entsprechende Listen bei privaten Anlässen bisher nicht. Sie müssen retrospektiv erstellt werden, was wertvolle Zeit kostet.

Urs Martin, Thurgauer Gesundheitsdirektor und Leiter des Fachstabs Pandemie mahnt gerade im Hinblick auf die vielen privaten Veranstaltungen am Wochenende, die Bevölkerung solle «besondere Sorgfalt walten lassen. Das Coronavirus ist noch da.»

Ob der Fachstab Pandemie auch eine Maskenpflicht in Läden, wie es sie unter anderem bereits im Kanton Zürich gibt, in Erwägung zieht, ist nicht bekannt.

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