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Nach Hefenhofen: Umstrukturierung beim Thurgauer Veterinäramt

Der Kanton Thurgau stellt als Konsequenz des Falls Hefenhofen sein Vetereinäramt neu auf. Unter anderem werden die Funktion des Kantonstierarztes und die Amtsleitung personell getrennt. Auch neue Stellen wurden geschaffen.

16.09.2020 / 10:55 / von: mle
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Der Tierschutzskandal von Hefenhofen befeuerte die Forderung nach einem Öffentlichkeitsgesetz. Tierschützer demonstrierten damals vor dem Ratsgebäude in Frauenfeld und forderten Aufklärung. (Archivbild: Keystone/Christian Merz)

Der Tierschutzskandal von Hefenhofen befeuerte die Forderung nach einem Öffentlichkeitsgesetz. Tierschützer demonstrierten damals vor dem Ratsgebäude in Frauenfeld und forderten Aufklärung. (Archivbild: Keystone/Christian Merz)

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Im Sommer 2017 hat die kleine Thurgauer Gemeinde Hefenhofen für grosse Schlagzeilen gesorgt. Zuerst wurden Bilder von ausgehungerten und toten Pferden auf einem Hof publik. Der Pferdehalter soll seine Tiere massiv vernachlässigt haben. Danach wurde auch Kritik an den Thurgauer Behörden laut. Unter anderem wurde der zuständige Regierungsrat Walter Schönholzer und der Kantonstierarzt Paul Witzig verklagt, weil sie ihre Pflichten verletzt haben sollen.

Am 1. November 2019 hatte Thomas Fuchs die Leitung des Veterinäramts des Kantons Thurgau übernommen. Im April 2020 kündigte er aber schon wieder

Wie der Kanton Thurgau am Mittwoch schreibt, habe man in den vergangenen Monaten im Veterinäramt neue Strukturen geschaffen und die Abläufe verbessert. So soll künftig ein regelmässiger Austausch mit anderen Behörden und Dritten sichergestellt werden.

Amtsleitung und Kantonstierarzt werden getrennt

Die Reorganisation des Veterinäramts hat nun auch die personelle Trennung der Amtsleitung und des Fachvollzugs zur Folge. Die Amtsleitung und die Funktion des Kantonstierarztes oder der Kantonstierärztin werden personell getrennt. Robert Hess, seit April interimistischer Leiter des Amtes, wird per 1. Oktober 2020 zum ordentlichen Leiter des Veterinäramtes ernannt.

Er trägt damit die Gesamtverantwortung für das Amt und wurde vom zuständigen Departementsvorsteher, Regierungsrat Walter Schönholzer, mit der Weiterführung des Reorganisationsprojekts beauftragt. Die Stelle des Kantonstierarztes oder der Kantonstierärztin werde in den nächsten Tagen ausgeschrieben. Diese Person wird den fünf Vollzugsabteilungen in fachlichen Belangen vorstehen.

Die Reorganisation des Amtes, die auch die Schaffung gesetzlicher Grundlagen beinhaltet, sei damit noch nicht abgeschlossen. Ende 2022 soll das der Fall sein. Dann werde durch den zuständigen Regierungsrat eine Standortbestimmung vorgenommen und es würden allfällige weitere Entscheide gefällt.

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