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Ohrfeige für Bétrisey bei Thurgauer Grossratspräsidiums-Wahl

Eigentlich ist die Wahl des Grossratspräsidium im Thurgau eine reine Formsache. Nicht so dieses Jahr. Während Brigitte Kaufmann (FDP) souverän mit 118 Stimmen zur höchsten Thurgauerin gewählt wurde, wurde die Grüne Karin Bétrisey abgestraft.

26.05.2021 / 13:28 / von: mma/mst
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Die Kesswilerin Karin Bétrisey schafft den Sprung ins Präsidium nicht. (Bild: karinbetrisey.ch)

Die Kesswilerin Karin Bétrisey schafft den Sprung ins Präsidium nicht. (Bild: karinbetrisey.ch)

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Die Wahl des Thurgauer Grossratspräsidium sorgt dieses Jahr für Zündstoff. Ende März haben die SP und die Grünen die Kesswiler GP-Kantonsrätin Karin Bétrisey für die Wahl vom 26. Mai als Vizepräsidentin des Grossen Rats vorgeschlagen. Gegen diese Kandidatur wehrten sich die Bürgerlichen vehement. Die SVP kündigte gar an, Bétrisey nicht zu wählen. Man wolle einen anderen Kandidaten für das Amt.

Nun ist der seltene Fall einer Nicht-Wahl eingetroffen. Bétrisey verfehlte das absolute Mehr am Mittwochmorgen in beiden Wahlgängen deutlich. Sie erhielt weniger als die Hälfte der gültigen Stimmen.

SP-Fraktionspräsidentin Sandra Reinhart bedauert die Nicht-Wahl Bétriseys: «Karin Bétrisey bringt die Fähigkeiten als Vizepräsidentin mit. Ich bedaure den Parlamentsentscheid für sie und die Grüne-Partei». Anders sieht dies SVP-Fraktionspräsident Stephan Tobler: «Wir haben von Anfang an gesagt, dass Karin Bétrisey nicht die geeignete Kandidatin für diesen Posten ist. Grundsätzlich stehen wir einer Grünen Kandidatur aber offen gegenüber.»

RADIO TOP hat nach der Wahl-Schlappe mit Unterstützer und Gegner von Karin Bétrisey gesprochen:

audio

Wie es für die SP und die Grünen nach der Nichtwahl von Karin Bétrisey weitergeht, sagen die Fraktionspräsidentinnen der beiden Parteien im Beitrag von TELE TOP:

video

Karin Bétrisey nimmt die Nicht-Wahl gelassen. Das Resultat werde nun analysiert. Für nächste Woche haben die Grünen zusammen mit der SP eine Konferenz der Fraktions-Präsidien einberufen. Dort soll erneut über die Kandidatur für das Vizepräsidium diskutiert werden. Gewählt wird in zwei Wochen, am 9. Juni.

Keine Diskussion gab es bei der Wahl zur Präsidentin. Brigitte Kaufmann von der FDP wurde im ersten Wahlgang souverän mit 118 Stimmen zur höchsten Thurgauerin gewählt.

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