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Ostschweizer Apotheken und Ärzte kämpfen mit Engpass bei Grippeimpfungen

Derzeit werden Apotheken und Hausärzte in der Ostschweiz mit Anfragen für eine Grippeimpfung überhäuft. Der Bund empfiehlt, sich wegen der Corona-Pandemie gegen Grippe impfen zu lassen, um das Gesundheitssystem zu entlasten. Offenbar gibt es aber zu wenig Impfstoff, um allen Anfragen nachzukommen.

15.10.2020 / 06:15 / von: vsa
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Der Bund empfiehlt den Arztpraxen, vorwiegend Risikopatienten und deren Angehörige zu impfen. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Der Bund empfiehlt den Arztpraxen, vorwiegend Risikopatienten und deren Angehörige zu impfen. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

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Die Schweiz hat seit Beginn der Corona-Krise immer wieder mit Engpässen zu kämpfen. Derzeit kann das Ostschweizer Gesundheitssystem offenbar nicht alle Anfragen für eine Grippeimpfung stillen. 

Fast jedes zweite Telefonat drehe sich derzeit um die Grippeimpfung, sagt beispielsweise Catherine Zahner von der Bruggen-Apotheke in St.Gallen gegenüber dem «St.Galler Tagblatt». Andreas Alther, Vizepräsident des Apothekerverbandes St.Gallen Appenzell spricht von einem «regelrechten Ansturm». Normalerweise wird jeweils ab Ende Oktober bis Anfang Jahr gegen Grippe geimpft. Wegen des Coronavirus ist die Nachfrage dieses Jahr schon aussergewöhnlich früh sehr hoch.

Bund empfiehlt eine Grippeimpfung

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) macht wegen des Coronavirus dieses Jahr besonders auf die Grippeimpfung aufmerksam. Laut dem Bund ist die Grippeimpfung eine wirkungsvolle Massnahme wenn es darum geht, das Gesundheitssystem zu entlasten. Einerseits bräuchte es weniger Corona-Tests, da gewöhnliche Grippesymptome auch auf eine Corona-Infektion hindeuten. Andererseits steigt die Zahl der spitalbedürftigen Corona-Patienten, wenn diese vor einer Corona-Infektion schon wegen einer Grippe geschwächt waren.

Weil Apotheken und Hausärzte derzeit mit Engpässen bei den Grippeimpfstoffen kämpfen, empfiehlt der Bund, derzeit vorwiegend Risikopatienten und deren Angehörige zu impfen. Bis Anfang Dezember sollen dann mehr Impfungen zur Verfügung stehen. Der Bund hat mit den Herstellern zusätzliche Lieferungen vereinbart.

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