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Ostschweizer Kantone fordern weitergehende Lockerungsschritte

Letzte Woche hat der Bundesrat seinen Plan für weitere Lockerungen der Corona-Massnahmen bekannt gegeben. Die Ostschweizer Kantone wünschen sich, dass die Öffnungsschritte weiter als vom Bundesrat geplant gehen.

19.05.2021 / 10:23 / von: asl
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Das die Innenbereiche der Restaurants wieder öffnen dürften begrüssen die Ostschweizer Regierungen. Eine Maskentragpflicht an den Tischen finden sie jedoch überflüssig. (Symbolbild: KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Das die Innenbereiche der Restaurants wieder öffnen dürften begrüssen die Ostschweizer Regierungen. Eine Maskentragpflicht an den Tischen finden sie jedoch überflüssig. (Symbolbild: KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

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Die Ostschweizer Kantone Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden, St.Gallen und Thurgau haben sich am Mittwoch zu dem geplanten nächsten Lockerungsschritt der Corona-Massnahmen des Bundesrats geäussert. Gemäss den Mitteilungen haben sich die verschiedenen Regierungsräte miteinander abgesprochen.

St.Gallen fordert weitgehende Öffnungen

Wie der Kanton St.Gallen am Mittwoch in seiner Mitteilung schreibt, begrüsse die Regierung den geplanten Öffnungsschritt IV in seiner Stossrichtung. Doch sie fordert, dass die Öffnungen weitergehend sein sollen im Hinblick auf den Impffortschritt und die stabile epidemiologische Lage. Zudem empfindet die St.Galler Regierung die Regelungen des Bundes als zu kompliziert. Sie seien zu wenig konsistent und schwierig im Vollzug. Zusätzlich fordert sie rasch ein verlässliches Zertifikat für Geimpfte, Genesene und Getestete. Klare Regeln seien da gefragt.

Die Regierung des Kantons St.Gallen spricht sich in ihrer Mitteilung zusätzlich dafür aus, dass die Homeoffice-Pflicht wieder in eine Empfehlung umgewandelt wird, welche nicht an eine Test-Pflicht geknüpft ist. Begrüssen tut die St.Galler Regierung, dass die Innenräume von Gastrobetrieben mit dem nächsten Lockerungsschritt wieder öffnen dürften. Sie spricht sich aber gegen eine Maskenpflicht an den Tischen aus. Einverstanden ist die sie mit der Öffnung von Wellness-Einrichtungen und Thermalbädern.

Kanton Thurgau will Zehnpersonen-Regel abschaffen

Ähnlich wie der Kanton St.Gallen sieht auch der Regierungsrat des Kantons Thurgau den vorgeschlagenen Öffnungsschritt. Auch aus seiner Sicht könnten in Anbetracht des Impffortschrittes und der aktuell stabilen epidemiologischen Lage die Öffnungsschritte schneller vorangehen. Wie dem Kanton St.Gallen ist auch dem Kanton Thurgau wichtig, dass die Regeln alltags- und vollzugstauglich sind und es rasch ein verlässliches Zertifikat für Geimpfte, Genesene und Getestete gibt. Auch bei der Homeoffice-Pflicht fordert der Kanton Thurgau das gleiche wie der Kanton St.Gallen.

Zusätzlich erwähnt der Thurgauer Regierungsrat die Erhöhung der zulässigen Personenanzahl bei Veranstaltungen. Die vorgeschlagenen Erhöhungen von 50 auf 100 Personen bei Anlässen in Innenbereichen und von 100 auf 300 im Freien gehen ihm zu wenig weit. Er fordert unter Einhaltung eines Schutzkonzeptes eine Obergrenze von 300 Personen in Innenräumen und 600 im Freien. Auch bei privaten Veranstaltungen sollen wieder 15 Personen anwesend sein dürfen. Der Regierungsrat fordert eine Abschaffung der Zehnpersonen-Regel.

Bei der Maskenpflicht in Restaurant-Innenräumen ist der Kanton Thurgau der gleichen Meinung wie der Kanton St.Gallen. Die Gäste sollen an den Tischen generell und nicht nur während der Konsumation keine Masken tragen müssen.

Die Kantone Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden schliessen sich bei den Forderungen den anderen beiden Kantonen an. In ihren Mitteilungen schreiben auch sie, dass die ebenfalls die Stossrichtung der geplanten Lockerungen begrüssungswert finden, einiges aber anpassen würden.

Geforderte Aufweichung der Maskenpflicht kommt unterschiedlich an

Die Leiterin des Bistro «Zur alten Kaplanei» in Frauenfeld begrüsst die Forderung der Thurgauer Regierung, die Maskenpflicht beim Sitzen aufzuheben. Die meisten Gäste ziehen die Maske ab, sobald sie am Tisch sitzen, sagt Tanja Müller. «Die jetzige Regelung ist unpraktikabel». Anders sieht das Christoph Michel vom Restaurant «Zum scharfen Eck». Obwohl es schwierig sei, zu kontrollieren, ob sich alle Gäste korrekt verhalten, sollte der Bund seiner Meinung nach vorsichtig mit Lockerungen sein. 

Was Frauenfelder Gastrobetriebe zur Lockerung der Maskenpflicht sagen, im Beitrag von TELE TOP:

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