Pull down to refresh...
zurück

«QueerTG» will LGBTIQ-Themen im Thurgau sichtbar machen

Viele Schwule und Lesben würden sich im ländlichen Kanton Thurgau weder aufgehoben noch willkommen fühlen. LGBTIQ-Themen seien nach wie vor ein Tabu. Auch die Politik würde zur homophoben Stimmung beitragen. Dies alles möchte der neu gegründete Verein «QueerTG» ändern.

23.06.2021 / 20:16 / von: mst/mle
Seite drucken Kommentare
1
Das Ziel der Gruppe «QueerTG» ist es, eine Anlaufstelle für Fachstellen, Schulen, Politiker und Medien zu sein. (Bild: TOP-Medien)

Das Ziel der Gruppe «QueerTG» ist es, eine Anlaufstelle für Fachstellen, Schulen, Politiker und Medien zu sein. (Bild: TOP-Medien)

1
Schreiben Sie einen Kommentar

Nicht länger schweigen und sichtbarer werden. Das möchte die neu gegründete LGBTIQ-Gruppe «QueerTG». Initiiert wurde die Gruppe von der Kantonsschullehrerin Eva Büchi. Im ländlich-konservativ geprägten Kanton Thurgau hätten Schwule und Lesben bisher kaum den Mut gehabt, hinzustehen und sich zu zeigen.

«LGBTIQ-Themen werden im Thurgau tabuisiert», sagt Eva Büchi. Viele Schwule und Lesben würden sich darum im Kanton nicht wohlfühlen und kehren dem Kanton den Rücken. Das Ziel der Gruppe «QueerTG» ist es, eine Anlaufstelle für Fachstellen, Schulen, Politiker und Medien zu sein. «Statt über uns zu reden - redet mit uns», regt Eva Büchi weiter an.

Ein weiterer Grund für die Gründung der Gruppe liegt auch in der Politik. Gerade im Kantonsrat würden teilweise homophobe Äusserungen fallen, sagt Eva Büchi. Mit ihrer Kritik zielt sie vor allem auf die SVP.

SVP-Präsident Ruedi Zbinden erwidert: «Wir haben Meinungsäusserungsfreiheit, wir sind liberal denkende Leute. Jeder darf sich seine Gedanken zum Thema machen aber es wird keineswegs Stimmung gegen Schwule und Lesben gemacht».

Im Beitrag von TELE TOP erzählen Mitglieder der Gruppe «QueerTG», wie sie die Stimmung im Kanton Thurgau einschätzen:

video

Beitrag erfassen

Gaby
am 23.06.2021 um 21:53
2016 nahm das Stimmvolk des Kt. Thurgaus die Volksinitiative Für Ehe und Familie an. Wir erinnern uns: darin wäre die Ehe festgelegt worden auf Mann und Frau. Der Kanton TG hat die Eingetragene Partnerschaft abgelehnt und die Änderungen im Strafgesetzbuch betreffend Diskriminierung und Aufruf zu Hass aufgrund der sexuellen Orientierung mit nur 51,5% angenommen.Die SVP ist die am höchsten vertretene Partei im TG, damit hauptverantwortlich für die Stimmungsmache. Und zu selten hinterfragen die Medien die Äusserungen der Politiker. Darum ist es gut, gibt es nun eine Anlaufstelle für Politiker und Medien um die LGBTQI Themen zu verstehen, bevor sie darüber diskutieren und schreiben.