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Ruhe über dem Hinterthurgau - Pandemie drosselt Flugverkehr

Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf den Flugverkehr: Dieser kam während des Lockdowns im vergangenen Frühling am Flughafen Zürich fast zum Erliegen. Dies hatte positive Auswirkungen auf den Fluglärm im Hinterthurgau.

29.04.2021 / 12:37 / von: mle/sda
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Die Corona-Pandemie hatte auch Auswirkungen auf den Flugverkehr. Die Messstation in Balterswil TG hat noch nie so wenige Fluglärmereignisse in den Nachtstunden erfasst wie 2020. (Symbolbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Die Corona-Pandemie hatte auch Auswirkungen auf den Flugverkehr. Die Messstation in Balterswil TG hat noch nie so wenige Fluglärmereignisse in den Nachtstunden erfasst wie 2020. (Symbolbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

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Der Hinterthurgau ist vorwiegend abends von An- und Abflügen des Flughafens Zürich betroffen. Deshalb führt der Kanton Thurgau Fluglärmmessungen durch. Bevölkerung und Behörden erhalten so eine Datengrundlage. Die Lärmmessungen werden monatlich publiziert und in einem Jahresbericht zusammengefasst.

Die Messstation in Balterswil TG habe noch nie so wenige Fluglärmereignisse erfasst wie im Pandemie-Jahr, teilte das Departement für Bau und Umwelt mit. Im Frühling 2020 sei der Flugverkehr fast vollständig zum Erliegen gekommen.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in den Nachtstunden von 22 bis 24 Uhr total 1017 Fluglärmereignisse gezählt (2019: 3510 Fluglärmereignisse). Das entspricht einer Reduktion um 70 Prozent. In der ersten Nachtstunde von 22 bis 23 Uhr wurden nur 852 Ereignisse erfasst (2019: 2743), in der zweiten Nachtstunde gerade einmal 165 übers ganze Jahr (2019: 767).

Der Geräuschpegel in der ersten Nachtstunde sank dadurch auf 38 dB(A), in den Vorjahren waren es 43 dB(A), wie es weiter heisst. In der zweiten Nachtstunde sei es mit 30 dB(A) aussergewöhnlich ruhig gewesen. In den Vorjahren waren 37 dB(A) im 2019 und bis zu 45 dB(A) im 2014 registriert worden.

Massiv weniger Nachtflüge

Besonders drastisch war der Einbruch der Nachtflüge im Frühling 2020. Im April zählte die Messanlage nur sieben Überflüge zwischen 22 und 24 Uhr, im Mai 10 Flüge. Im Juni flog nach 23 Uhr kein Flugzeug über den Hinterthurgau.

Zusätzlich zur Berechnung der fachtechnisch gängigen Jahresdurchschnittswerte werden im Fluglärmmonitoring auch die Maximalpegel der einzelnen Fluglärmereignisse dokumentiert. In der ersten Nachtstunde erreichten 158 von 852 und in der zweiten Nachtstunde 26 von 165 akustisch erfassten Überflügen einen Maximalpegel von über 60 dB(A). Das lauteste Fluglärmereignis erzeugte einen Maximalpegel von 72.6 dB(A).

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