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Schlappe für Petitionäre: Arboner «Wunderbar» wird abgerissen

Die «Wunderbar» am Bodenseeufer in Arbon TG soll definitiv abgebrochen werden. Das hat der Stadtrat entschieden. Er erteilt einer Petition aus der Bevölkerung, welche die «Wunderbar» erhalten wollte, damit eine Absage.

25.02.2021 / 08:59 / von: sfa
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Trotz Widerstand aus der Bevölkerung wird die «Wunderbar» in Arbon abgerissen. (Bild: TELE TOP)

Trotz Widerstand aus der Bevölkerung wird die «Wunderbar» in Arbon abgerissen. (Bild: TELE TOP)

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Seit mehr als einem Jahr schwelt um die «Wunderbar» in Arbon TG ein Streit: Die ZIK Immo AG will die «Wunderbar» abreissen und an derselben Stelle ein Baudepot einrichten. Dagegen

regte sich allerdings Widerstand:

Anwohnerinnen und Anwohner forderten mittels einer Petition, dass die «Wunderbar» für mindestens zwei weitere Jahre erhalten bleibt. Sie befürchten, dass das gastronomische Angebot am Seeufer andernfalls nicht mehr ausreiche. Die Immobilienfirma will im danebenliegenden Saurer-Museum zwar einen neuen Gastro-Betrieb einrichten. Dort ist aus zonenrechtlichen Gründen allerdings kein Aussenbetrieb möglich.

Der Stadtrat verfügte aufgrund des Konflikts einen Marschhalt und setzte einen runden Tisch ein. Dieser hat nun aber keine Lösung hervorgebracht: Die «Wunderbar» wird abgerissen, schreibt der Stadtrat in einer Mitteilung.

Eine Versetzung der «Wunderbar» wurde verworfen, weil sie gemäss einem Gutachten mehrere Millionen Franken kosten würde. Ausserdem erfülle die «Wunderbar» die geltenden energetischen Anforderungen nicht und müsste saniert werden – auch dies wäre kostspielig. Daher hat die Stadt auch die Idee verworfen, das Gebäude inklusive Umschwung zu erwerben und weiterzubetreiben.

Der Stadtrat betont aber, dass auch ihm an einem ausreichenden gastronomischen Angebot am Seeufer gelegen sei, wie er in seiner Mitteilung weiter schreibt. Er schlägt etwa vor, dass im Eingangsbereich des Saurer-Museums eine gastronomische Zwischennutzung ermöglicht wird. Neben Museum und «Wunderbar» liegt zudem eine Parzelle Land im Besitz der Stadt. Diese soll umgezont werden, damit sie künftig für Tourismus und Freizeit genutzt werden kann. Damit würde auch ein Gastronomiebetrieb auf der entsprechenden Parzelle möglich.

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