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Stadt Arbon gibt grünes Licht für selbstfahrende Busse

Um die Arboner Altstadt wieder an den öffentlichen Verkehr anzuschliessen, soll es neu selbstfahrende Busse geben. Eine Machbarkeitsstudie zeigt nun, dass dies technisch möglich ist. Die Finanzierung ist noch fraglich.

07.07.2020 / 15:29 / von: sbr/lny
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Ein solcher selbstfahrender Bus könnte bald in Arbon herumkurven. (Bild: navya.tech)

Ein solcher selbstfahrender Bus könnte bald in Arbon herumkurven. (Bild: navya.tech)

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Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums der technischen Gesellschaft Arbon wurde die Machbarkeitsstudie SCCL (Self-Controlled City Liner) lanciert. Mit dieser sollte die technische Grundlage, also wie die Fahrweise ohne Buschauffeur von statten geht, geklärt werden. Nun liegt das Ergebnis vor. Die Machbarkeitsstudie kommt zum Schluss, dass Selbstfahrende Busse in Arbon technisch möglich sind.

Das Projekt hat das Ziel, die Arboner Altstadt mit den selbstfahrenden Bussen wieder an den öffentlichen Verkehr anzuschliessen. Deshalb wurden mögliche Routen, kritische Stellen oder auch die Anbindung an das bestehende ÖV-Angebot analysiert. Gemäss der Studie wäre ein Rundkurs vom Bahnhof via Hafen durch die Altstadt am ZIK vorbei Richtung Saurer-Museum, zum Lindenhof, Rathaus und dann zurück zum Bahnhof geeignet. Die Platzverhätlnisse seien dafür ausreichend und ermöglichen auch die Erstellung von Haltestellen. Ausserdem sei die Höchstgeschwindigkeit von Tempo 30 optimal. Der Bus soll täglich von 07.30 bis 18.30 im Halbstundentakt verkehren.

Welche Vorteile der selbstfahrende Bus für Arbon aber auch den Tourismus bringt - im Beitrag von RADIO TOP:

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Stadtpräsident Dominik Diezi erhofft sich vom Bus vieles. So biete dieser die Möglichkeit, die Altstadt zu erschliessen. «Diese ist sehr eng und da könnten wir mit dem kleinen, selbstfahrenden Bus eine Erschliessung herbeiführen, die mit herkömmlichen Bussen gar nicht möglich ist.» Der selbstfahrende Bus sei nämlich sehr wendig. Aber auch touristisch biete der Bus Möglichkeiten, vor allem da er am Hafen vorbeifahre.

Dies sieht auch der Geschäftsführer von Thurgau Tourismus, Rolf Müller, so. Aus seiner Sicht wäre sogar eine Kombination mit der Schifffahrt möglich. «Wenn das Angebot gut auf den Schiffsplan abgestimmt ist, sind Angebote ähnlich einer Stadtführung in London mit dem London Bus möglich.» 

Das Projekt geht nun in die Umsetzungsphase. In dieser werden unteranderem die gesetzlichen Grundlagen wie das ASTRA-Gesuch besorgt. Dies geht etwa neun Monate und kostet rund 325'000 Franken. Vorerst sehen die Projektinitianten ein einzelnes selbstfahrendes Fahrzeug vor. Trotz fehlendem Busschauffeur muss gemäss Vorschrift eine Begleitperson rund um die Uhr im Bus anwesend sein. Ausserdem wird der Bus von ausserhalb via Leitstellencomputer überwacht.

Insgesamt erhält der selbstfahrende Bus in Arbon eine Fahrbewilligung von drei Jahren. Es gibt Projektkosten im Wert von rund 2,5 Millionen Franken. Wie die Finanzierung genau ermöglicht wird, ist bisher noch unklar. 

 

 

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