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Strenge Vorschriften - Musikvereine fordern realistische Bestimmungen

Seit dem 19. April 2021 dürfen Blasmusikerinnen und Blasmusiker wieder in Innenräumen proben - allerdings nur unter Einhaltung strenger Vorschriften. Der Schweizer Blasmusikverband lanciert nun eine Onlinepetition, die die aktuell geltenden Regeln erleichtern soll.

22.04.2021 / 17:54 / von: jmi/jeh
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Wegen den Corona-Massnahmen muss draussen Musik gespielt werden. (Screenshot: TELE TOP)

Wegen den Corona-Massnahmen muss draussen Musik gespielt werden. (Screenshot: TELE TOP)

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Der Bundesrat hat neue Vorschriften für Musikvereine erlassen. So dürfen seit Mitte April wieder bis zu 15 Musizierende gemeinsam in Innenräumen üben, allerdings muss dabei ein Abstand von 25 Quadratmetern pro Person eingehalten werden. Bei 15 Personen muss dementsprechend eine Räumlichkeit mit 375 Quadratmetern zur Verfügung stehen.

«Das verunmöglicht jede Musikprobe», sagt Marco Weber, Geschäftsleiter des Thurgauer Kantonal-Musikverbandes. Aus diesem Grund probt er nun mit seinem Erwachsenen-Ensemble an einem Waldrand in Marthalen. «An der frischen Luft ist es problemlos möglich, dass 15 Personen gleichzeitig spielen können.»

Verena Fehr, Vizepräsidentin des Musikverbandes Stadt Winterthur kann die geltenden Corona-Massnahmen für Musikvereine ebenfalls nicht nachvollziehen. «Wenn 15 Personen zusammen musizieren wollen, reicht nicht einmal eine Turnhalle aus», sagt sie. Bei ihr, im Proberaum der Stadtharmonie Winterthur-Töss dürfen momentan gleichzeitig fünf Personen spielen.

Mit diesem Dilemma sind die beiden Musikvereine nicht allein. Um die geltenden Regeln zu erleichtern, lanciert der Schweizer Blasmusikverband nun eine Onlinepetition und hofft, mit diesem beim Bundesrat Gehör zu finden.

Im Interview mit TELE TOP äusserten sich Vertreter von Musikverbänden darüber, was sie an den aktuellen BAG-Vorschriften stört:

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