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Tatwaffen-Prozess um Bluttat von Konstanz vertagt

Zwei Männer aus Kreuzlingen sollten am Dienstag vor dem Bezirksgericht verantworten, weil sie dem Todesschützen von Konstanz die Tatwaffe verkauft haben. Einer der beiden fehlte jedoch unentschuldigt. Die Verhandlung wurde nun vertagt.

11.06.2019 / 15:20 / von: mma
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Vor zwei Jahren wurde mit der verkauften Waffe eine Bluttat im Konstanzer Club «Grey» verübt. (Bild: Beat Kälin / brk-news.ch)

Vor zwei Jahren wurde mit der verkauften Waffe eine Bluttat im Konstanzer Club «Grey» verübt. (Bild: Beat Kälin / brk-news.ch)

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Alle waren da: Die Richter, der Staatsanwalt und die beiden Verteidiger – aber nur einer der beiden Angeklagten. Der zweite Beschuldigte, ein 32-jähriger Österreicher, blieb am Dienstagmorgen dem Bezirksgericht Kreuzlingen fern. Auch dessen Anwalt konnte ihn telefonisch nicht erreichen, schreibt das «St.Galler Tagblatt». Er lebe mittlerweile wieder ihn Österreich. Auch bis am Mittag gab es noch keine Nachricht vom Angeklagten.

Der Prozess um den Verkauf der Tatwaffe, mit welcher beim Amoklauf in der Konstanzer Disko «Grey» geschossen wurde, konnte deshalb nicht stattfinden. Der Prozess muss verschoben werden. Einen neuen Termin gebe es bisher nicht. Ob es nachträglich noch zu einer Dispensation kommt, also der Prozess ohne den Angeklagten verhandelt wird, oder ihm eine neue Vorladung mit Strafandrohung bei erneuter Versäumnis zugestellt werden muss, ist derzeit laut Gericht noch offen.

Den Angeklagten droht ein Landesverweis, wenn sie vom Gericht in allen Punkten für schuldig befunden werden. «Gefährdung der öffentlichen Sicherheit mit Waffen» sei ein Delikt, welches diese Strafe zwingend nach sich ziehe, erklärt Bezirksgerichtspräsidentin Ruth Faller gegenüber dem «St.Galler Tagblatt».

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