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Thurgauer Katholiken fordern Ende des Zölibats

Das Zölibat abschaffen und Frauen in geistlichen Ämtern: Das fordert das Parlament der Katholiken des Kantons Thurgau. Diese einschneidenden strukturellen Reformen sollen dem Bischof von Basel vorgetragen werden.

29.11.2018 / 08:52 / von: vsu
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Die Thurgauer Katholiken wollen einschneidende Reformen treffen, um die Glaubwürdigkeit der Kirche zu stärken. (Symbolbild: wikipedia.org / Creative Commons)

Die Thurgauer Katholiken wollen einschneidende Reformen treffen, um die Glaubwürdigkeit der Kirche zu stärken. (Symbolbild: wikipedia.org / Creative Commons)

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Weltweit werden immer wieder Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche bekannt. Diese werden auch als häufigster Grund bei einem Austritt aus der Kirche angegeben. Das Thurgauer Kirchenparlament will deshalb nun handeln und dem Vatikan einschneidende Reformen vorschlagen. So soll das Zölibat aufgehoben, geistliche Ämter für Frauen zugänglich und die Ablehnung von Homosexualität überdacht werden, schreibt das «Tagblatt». Damit könne man ein starkes, mutiges und demütiges Zeichen setzen, dass Rom es ernst meint. 

«Für eine glaubwürdige Kirche» heisst das Dokument, dass dem Basler Bischof Felix Gmür übergeben werden soll, welcher im Februar 2019 als Schweizer Vertreter an die Bischofskonferenz zum «Schutz von Minderjährigen» nach Rom reist. Am Donnerstag berät die Synode, das katholische Parlament des Kantons Thurgau, über das Thema und entscheidet dann, ob dieses Dokument tatsächlich an den Bischof übergeben wird. Der Präsident der Synode, Domonik Diezi, zeigt sich gegenüber dem «Tagblatt» optimistisch: Ein Grossteil der bisherigen Rückmeldungen seien positiv gewesen, für viele sei es ein Gebot der Stunde, nun klare Stellung zu beziehen.

Die Missbrauchsfälle schaden der Glaubwürdigkeit der Kirche. Auch wenn nicht wissenschaftlich belegt sei, dass das Zölibat Missbrauchsfälle fördere, sei es möglich, dass ein Zusammenhang bestehe. Deshalb heisst es in dem Dokument: «Es muss eine offene Auseinandersetzung darüber geben, ob sexualisierte Gewalt durch den Zölibat, die negative Einstellung zur Homosexualität und den Klerikalismus gefördert wird.»

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Anna
am 29.11.2018 um 13:43
Bravo, das wäre sehr wünschenswert! Jedoch kann ich mir nicht vorstellen, dass dies von einem Bischof - geschweige denn Papst - positiv abgesegnet wird. Der Fokus ist dann doch zu eingeschränkt.....