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Thurgauer Messe Wega abgesagt

Die Thurgauer Messe Wega kann auch 2021 wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Die vom Bundesrat definierten Bedingungen für Messen verunmöglichen auch im September noch eine Durchführung.

31.05.2021 / 12:34 / von: mle
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Die Thurgauer Messe Wega kann auch 2021 ‒ und damit zum zweiten Mal in Folge ‒ infolge der Corona-Pandemie nicht stattfinden. (Bild: wega.ch)

Die Thurgauer Messe Wega kann auch 2021 ‒ und damit zum zweiten Mal in Folge ‒ infolge der Corona-Pandemie nicht stattfinden. (Bild: wega.ch)

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Mit der Kommunikation des Dreiphasenplanes des Bundesrates entstanden reelle Chancen, dass die Wega stattfinden könnte, so die Veranstalter am Montag. Sofern bis dahin ein genügend grosser Anteil der Bevölkerung geimpft sei (prognostiziert ab Anfang August), sollten schrittweise Schutzmassnahmen abgebaut werden.

Doch auch in der sogenannten «Normalisierungsphase» gelten noch besondere Auflagen für Grossveranstaltungen. Die kürzlich vom Bundesrat vorgestellten Bedingungen für grosse Publikumsmessen seien für die Wega nicht umsetzbar.

Zwar lässt der Bund neu die Möglichkeit offen, dass nicht nur geimpfte, genesene oder getestete Personen eine Messe besuchen dürfen. Knackpunkt sei allerdings die Kapazitätsbeschränkung, vor allem für Veranstaltungen ohne Covid-Zertifikat als Einlasskriterium. 

«Vorschriften des Bundes sind nicht umsetzbar»

Eine Überwachung der Gesamt-Besucherzahl würde eine rigorose Zutrittskontrolle bedingen. In der Wega-Kernzone wohnen aber auch Anwohner, Menschen müssen ihren Arbeitsplatz im Zentrum erreichen, einkaufen oder zum Arzt gehen können: Eine Beschränkung des Zugangs des Stadtzentrums sei laut Veranstalter deshalb schlichtweg nicht umsetzbar.

Ausserdem sei eine Messe mit der verlangten Anzahl von zehn Quadratmetern Freiraum pro Person nicht durchführbar: Beispielsweise dürften sich damit in der Halle 2 (Zelthalle auf dem Pestalozziplatz) gerade mal 73 Personen gleichzeitig aufhalten ‒ Aussteller miteingeschlossen. Oder auf der mittleren Rathausstrasse wären es gerade mal 40 Personen.

In der Thurgauer Politik fallen die Reaktionen auf die Absage der Wega durchmischt aus. Sie reichen von Verständnis bis Kopfschütteln, wie der Beitrag von RADIO TOP zeigt: 

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Es fehlt an Perspektiven 

«Im Gegensatz zu anderen Messen könnte eine Wega nur dann stattfinden, wenn keinerlei Kapazitätsbeschränkungen oder Einlassvoraussetzungen mehr vorgeschrieben würden. Doch davon sind wir leider offenbar auch in der ‹Normalisierungsphase› dann noch weit entfernt», fasst Verwaltungsratspräsident Heinz Schadegg die ernüchternde Situation zusammen.

Das was die Wega so besonders mache, nämlich die Lage des Events mitten im Dorfzentrum, sei weiterhin noch nicht corona-konform. «Auch eine Miniatur-Wega unterläge den genau gleichen Rahmenbedingungen und könnte deshalb die Erwartungen nicht erfüllen», ist Wega-Geschäftsführer Gregor Wegmüller überzeugt.

Auch wird es 2021 auch kein Alternativprogramm, beispielsweise auf der grünen Wiese, geben. Im letzten Jahr hatten die Wega-Macher anstelle der normalen Messe ein Weinfelder Marktplatzfest organisiert, das dann wetterbedingt ebenfalls kurzfristig abgesagt werden musste. 

Die nächste Wega findet voraussichtlich vom 29. September bis 3. Oktober 2022 statt. 

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