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Tunnel soll Verkehrslage in Frauenfeld entspannen

Eine Mehrheit der Frauenfelder Bevölkerung ist für eine Verkehrsentlastung der Innenstadt. Dies haben Reaktionen aus der Bevölkerung in der Vernehmlassung gezeigt. Den grössten Zuspruch bekam die Variante 20: Sie sieht einen Tunnel unter dem Stadtkern zwischen Marktplatz und Schweizerhof vor.

03.10.2018 / 13:27 / von: mle
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Von links nach rechts: Stadtingenieur Thomas Müller, Stadtrat Urs Müller, Stadtpräsident Anders Stokholm, Regierungsrätin Carmen Haag und Kantonsingenieur Andy Heller erläuterten an der Medienkonferenz die Ergebnisse der Vernehmlassung sowie das weitere Vorgehen. (Bild: zVg/Stadt Frauenfeld)

Von links nach rechts: Stadtingenieur Thomas Müller, Stadtrat Urs Müller, Stadtpräsident Anders Stokholm, Regierungsrätin Carmen Haag und Kantonsingenieur Andy Heller erläuterten an der Medienkonferenz die Ergebnisse der Vernehmlassung sowie das weitere Vorgehen. (Bild: zVg/Stadt Frauenfeld)

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Eine Mehrheit der Frauenfelder Bevölkerung wünscht sich eine Verkehrsentlastung in der Innenstadt. Dieses Ergebnis hat der Stadtrat am Mittwoch in einer Medienkonferenz präsentiert. Die Bevölkerung konnte sich in einer Vernehmlassung zu geplanten Verkehrskonzepten äussern. Dabei zeigte sich, dass die Bevölkerung die Variante bevorzugt, die auch der Stadtrat unterstützt. Die Variante 20 sieht einen Tunnel unter dem Stadtkern zwischen Marktplatz und Schweizerhof vor.

Vernehmlassung unterstützt die zentrumsnahe Stadtentlastung
460 Stellungnahmen seien bei der Stadt eingegangen – 443 von Privatpersonen und 17 von Parteien und Interessenorganisationen. Mit 59 Prozent unterstütze eine grosse Mehrheit die Umsetzung einer zentrumsnahen Stadtentlastung. Die vorgeschlagene Variante 20 werde als beste Möglichkeit gesehen, erreiche allerdings keine Mehrheit: In 42 Prozent der Stellungnahmen werde sie befürwortet und in 50 Prozent abgelehnt.

RADIO TOP hat mit dem Stadtrat über mögliche Massnahmen zur Verkehrsentlastung gesprochen:

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Variante 20 wird favorisiert
Basierend auf den Resultaten der Vernehmlassung und Rückmeldungen aus dem Parlament hätten Stadtrat und Kanton gemeinsam entschieden, die Variante 20 in Gegenüberstellung zu rein flankierenden Massnahmen (zum Beispiel Temporeduktionen) vertieft zu prüfen. Ursprünglich standen sieben Varianten zur Debatte. 

Dabei solle aufgezeigt werden, wie die Variante 20 konkret aussehen würde, wo die Tunnelportale zu liegen kämen und wie der Verkehr konkret geführt würde. Weiter solle untersucht werden, wie die Aufwertung der Strassenräume unter dem dann geltenden Verkehrsregime erfolgen könne und wie der öffentliche wie auch der Langsamverkehr profitieren könnte.

Nicht zuletzt gelte es hochzurechnen, wie sich die Variante 20 auf das Verkehrsaufkommen im Zentrum und in den angrenzenden Quartieren auswirken würde. In der Vernehmlassung wurde von 21 Prozent der Teilnehmenden die Befürchtung geäussert, dass eine Entlastungsstrasse die Verkehrsbelastung in andere Stadtteile verlagern könnte. Die anstehende Weiterbearbeitung soll auch hierzu eine Prognose ermöglichen.

TELE TOP hat mit lokalen Politikern über die Pläne gesprochen:

video

Volksentscheid voraussichtlich 2021
Bis 2020 soll die vertiefte Prüfung abgeschlossen sein. Voraussichtlich im Jahr 2021 soll die Bevölkerung entscheiden: Dann soll an der Urne der Entscheid in Form einer Bewilligung des entsprechenden Projektierungs- und Baukredits fallen. Parallel dazu wird auch der Kanton die notwendigen Schritte vorsehen.

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