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Umweltverbände kritisieren Thurgauer Konzept «Thur+»

Besserer Hochwasserschutz und mehr Biodiversität an den Thur-Ufern: Das verspricht das Konzept «Thur+» der Thurgauer Regierung. Ausgerechnet den kantonalen Umweltschutzverbänden ist das Projekt aber ein Dorn im Auge.

14.10.2020 / 19:09 / von: ska/mle
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Besserer Hochwasserschutz und mehr Biodiversität an den Thur-Ufern: Das verspricht das Konzept «Thur+» der Thurgauer Regierung. (Screenshot: TELE TOP)

Besserer Hochwasserschutz und mehr Biodiversität an den Thur-Ufern: Das verspricht das Konzept «Thur+» der Thurgauer Regierung. (Screenshot: TELE TOP)

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Die letzten grossen Hochwasserereignisse an der Thur liegen Jahrzehnte zurück. Doch laut dem Kanton Thurgau ist die Ruhe trügerisch. Im Falle eines Jahrhunderthochwassers oder Extremereignisses würden die Dämme stellenweise brechen und die Thur würde Teile des Thurtals überschwemmen, so der Kanton. Aktuell seien die Thurdämme für grosse Wassermengen nicht ausreichend belastbar. Das Konzept «Thur+» soll die Mängel beheben. Hochwasserschutz und Revitalisierung sollen dabei Hand in Hand gehen.

Wie genau «Thur+» aussehen soll, im Beitrag von RADIO TOP:

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Hochwasserschutz soll ungenügend sein

«Die Berechnungen des Kantons zum angestrebten Thurbecken sind falsch», sagt Christian Hossli, Geschäftsführer der «IG Lebendige Thur», gegenüber TELE TOP. Der Hochwasserschutz im geplanten Konzept «Thur+» sei ungenügend. Dies ist einer von verschiedenen Punkten, die die IG am Vorgehen der Regierung kritisiert. Ausserdem seien die Revitalisierungsmassnahmen sehr begrenzt und die Thur könne nicht an Dynamik gewinnen, fügt Pro Natura TG - Präsident und Kantonsrat Toni Kappeler hinzu.

Die zuständige Regierungsrätin Carmen Haag (CVP) dementiert diese Vorwürfe: «Die Hochwassersicherheit ist anhand einer umfangreichen Machbarkeitsstudie geprüft. Ausserdem kann der Kanton Thurgau nicht nur die Natur in den Fokus stellen. Es gilt auch, die Interessen der Landwirtschaft miteinzubeziehen.»

Bis Ende Jahr kann die Thurgauer Bevölkerung sich noch zum Konzept «Thur+» äussern, bevor es in den Grossen Rat geht.  

Im Interview mit TELE TOP reagiert die zuständige Regierungsrätin Carmen Haag auf die Vorwürfe der Umweltschutzverbände:

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