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Waffenteile im Gepäck: Zöllner erwischen Ukraine-Söldner

Ein Mann wollte mit Kriegsausrüstung über den Zoll in Tägerwilen TG einreisen. Der Kolumbianer wollte sich von seinem Einsatz als Söldner in der Ukraine erholen. Nun hat er einen Strafbefehl gekriegt.

02.02.2023 / 09:11 / von: ame
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Ein Kolumbianer ist am Grenzübergang bei Tägerwilen mit Waffen erwischt worden. (Symbolbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Ein Kolumbianer ist am Grenzübergang bei Tägerwilen mit Waffen erwischt worden. (Symbolbild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

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Mit einem Dolch, einem Bajonett und einem Schalldämpfer für Gewehre sowie weiteren Waffen im Gepäck wollte ein 32-jähriger Kolumbianer die Grenze bei Tägerwilen TG überqueren. Zöllnerinnen und Zöllner schöpften allerdings Verdacht und kontrollierten den Mann. Wie der Mann vom relativ unbekannten Grenzübergang in Tägerwilen wusste, gibt Rätsel auf.

Seinen Angaben nach wollte er sich in der Schweiz von den Kriegsstrapazen in der Ukraine erholen, wo er wohl als Söldner gedient hatte. Mit der Einfuhr der Waffen im vergangenen November verstiess der 32-Jährige allerdings gleich gegen mehrere Gesetze – darunter das Waffen- und Embargogesetz in Zusammenhang mit der Situation in der Ukraine.

Nun hat der Kolumbianer einen Strafbefehl erhalten, wie die Thurgauer Zeitung berichtet. Die 1'200 Franken Strafe muss er allerdings nicht zahlen, die 1'000 Franken Verfahrenskosten hingegen schon. Seine Waffen wurden beschlagnahmt und vernichtet.

Wäre der Mann Schweizer, würde er sich bereits durch seinen Einsatz für eine ausländische Armee strafbar machen. Laut dem Tages-Anzeiger sind bereits sieben Verfahren gegen Personen deswegen eröffnet worden.

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