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Weltweit erste Gigafactory für Feststoffakkus in Frauenfeld

In Frauenfeld wird die weltweit erste Gigafactory für reine Feststoffakkus gebaut. Dort sollen Batterien produziert werden, die viel langlebiger und umweltbewusster sind als herkömmliche Akkus.

06.04.2022 / 18:05 / von: ame/ibl/evo
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Das unscheinbare, graue Teil ist ein umweltfreundlicher Feststoffakku und soll bald in Frauenfeld produziert werden. (Bild: TOP-Medien/Isabelle Block)

Das unscheinbare, graue Teil ist ein umweltfreundlicher Feststoffakku und soll bald in Frauenfeld produziert werden. (Bild: TOP-Medien/Isabelle Block)

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Die Batterien aus Frauenfeld sind im Gegensatz zu den herkömmlichen Akkus unbrennbar und enthalten keine kritischen Rohstoffe wie Kobalt. Zudem seien die Akkus mindestens 50 Prozent besser in der Umweltbilanz, sagen die Gründer der Swiss Clean Battery AG. Der einzige Nachteil sei die relativ kostenaufwendige Produktion der Batterien.

Die Akkus fungieren als umweltschonende und bezahlbare Speichertechnologie für erneurbare Energien und könnten so einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Energieversorgung leisten. Mit den langlebigen Akkus will das Unternehmen Swiss Clean Battery den weltweiten Batteriemarkt revolutionieren.

Wieso die Batterien so langlebig und umweltschonend sind – im Beitrag von RADIO TOP:

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Die Swiss Clean Battery wurde im Februar gegründet und will den Angaben zufolge ab 2024 den Heimmarkt und den internationalen Markt mit langlebigen und unbrennbaren Feststoffakkus bedienen. Dabei verfüge der von SCB produzierte Feststoffakku über eine bessere Umweltbilanz als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus, heisst es. Zuvor hatten Medien wie der «Blick» oder die «Finanz und Wirtschaft» darüber berichtet.

Zunächst wollen Firmenchef Roland Jung und sein Management eine Fabrik bauen. In der ersten Produktionsphase soll ein Volumen von 1,2 Gigawattstunden (GWh) hergestellt und ein Jahresumsatz von 318 Millionen Franken erwirtschaftet werden. Dazu will SCB 246 Millionen Franken in den Maschinenpark investieren und gut 180 Mitarbeitende beschäftigen.

Börsengang im Herbst

In der Endphase plant das Unternehmen laut Mitteilung auf einer Produktionsfläche von 100'000 Quadratmetern die Produktion von Feststoffakkus im Umfang von 7,6 GWh. Dazu werde man weitere 775 Millionen Franken investieren und ein Umsatz von über 2 Milliarden Franken wird angepeilt. Kommt der Ausbau wie geplant voran, wird die Firma am Ende über 1000 Mitarbeitende beschäftigen und pro Jahr nahezu 48 Millionen Batteriezellen herstellen.

Das für den Bau der Fabrik nötige Geld wollen sich Jung, Finanzchef Peter Koch und der Betriebsleiter Thomas Lützenrath nebst Fremdfinanzierung auch an der Börse holen. Zunächst würden über eine Finanzierungsrunde 246 Millionen Franken bei Investoren eingesammelt ehe dann im Oktober der Gang an die Schweizer Börse folgen soll, heisst es.

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