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Wieso werden plötzlich Stadtpräsidenten per Inserat gesucht?

In Romanshorn wird der Stadtpräsident im nächsten Jahr neu gewählt. Zwei Kandidaten wurden per Zeitungsinserat gefunden. Auch andere Städte gehen diesen weg – mit Erfolg.

12.12.2018 / 11:57 / von: eob/rwa
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Vier der neun Stadträte treten in Romanshorn im nächsten Jahr nicht mehr zur Wahl an. (Bild: romanshorn.ch)

Vier der neun Stadträte treten in Romanshorn im nächsten Jahr nicht mehr zur Wahl an. (Bild: romanshorn.ch)

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Der Romanshorner FDP-Stadtpräsident David H. Bon steht unter Druck. Die SP, die Grünen, die SVP und die CVP wollen ihn bei den Wahlen im nächsten Jahr entmachten. Mit einem gemeinsamen Zeitungsinserat haben sie zwei geeignete Kandidaten gefunden. Diese sind der parteilose Roger Martin und Turi Schallenberg von der SP.

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Die Inseratensuche habe mehrere Gründe, sagt Markus Bösch, Mitgelied der Findungskommission und Präsident der Grünen Romanshorn: «Es war sicher so, dass wir in den eigenen Reihen keine Leute gefunden haben. Ausserdem macht es Sinn, Leute von aussen zu finden, damit es eine grössere Auswahl gibt.»

Auch in Gossau im Kanton St.Gallen wurde im letzten Jahr der jetzige Stadtpräsident per Zeitungsinserat gefunden. Es ist der parteilose Wolfgang Giella aus dem Kanton Graubünden. Die Situation sei damals sehr ähnlich gewesen, sagt Andrin Fröhlich, Präsident der FDP Gossau: «Die Findungskommission bestand aus vier Parteien. Daher war es sinnvoll, einen Kandidaten von ausserhalb zu suchen. Klar, wenn wir jemanden in den eigenen Reihen gehabt hätten, wäre das auch eine Möglichkeit gewesen.»

In Gossau und in Romanshorn hat sich auf die Zeitungsinserate nur eine Hand voll Kandidaten gemeldet. Darunter seien aber alles geeignete Leute gewesen, die ihre Kandidatur ernst genommen haben.

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