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Windenergie im Kanton Thurgau: Widerstand gegen Ausbau wächst

Der Widerstand gegen den Ausbau der Windenergie im Kanton Thurgau wächst. Nun wehrt sich auch die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz gegen die Pläne: Windräder würden die Landschaft verunstalten.

22.01.2019 / 09:44 / von: vsu
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Windräder würden das einzigartige Thurgauer Landschaftsbild stören, findet die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. (Symbolbild: pixabay.com)

Windräder würden das einzigartige Thurgauer Landschaftsbild stören, findet die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. (Symbolbild: pixabay.com)

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Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL wehrt sich gegen den Ausbau der Thurgauer Windenergie: Der Kanton Thurgau verfüge über eine «ausserordentlich schöne und abwechslungsreiche Landschaft mit der Uferlandschaft längs des Bodensees und des Rheins, den sanften Hügeln und breiten Flusstälern und der stark bewaldeten Berglandschaft im südwestlichen Teil des Kantons». Das will die SL so belassen: «Diese Landschaften würden durch Grosswindanlagen in den zur Festlegung im Richtplan vorgeschlagenen Windenergiegebieten massiv verändert». Der Kanton Thurgau hat für den Ausbau der Windenergie nämlich drei Gebiete vorgeschlagen, welche im kantonalen Richtplan geändert werden sollen, damit ein Windrad dort stehen kann. 

Das Windenergiegebiet Salen-Reutenen wäre beim Seerücken: Dort kämen acht Windturbinen in der Höhe von 200 Metern hin. «Ein Windpark auf dem Seerücken würde die geschützte Landschaft schwer beeinträchtigen und deren Integrität quasi zerstören» findet die SL. Aber auch das Gebiet Cholfirst, wo vier Turbinen hinkämen, passt der Stiftung nicht: Dieses würde einen grossen Teil des «Espi-Hölzli»-Gebiets beanspruchen, welches jedoch zum Bundesinventar der Landschaften von nationaler Bedeutung BLN gehört. Beim dritten Windenergiegebiet Ottenberg, welches Teile des Hügels Ottenberg brauchen würde, stört sich die Stiftung daran, dass die Silhouette des Ottenbergs «mit seinen schönen Rebbergen am Südabhang» zerstört werden würden. Und: In fast allen vorgesehenen Windenergiegebieten gäbe es Probleme mit der Nähe der «riesigen Windturbinen zu den Siedlungen». Deren Bewohner müssten mit Beeinträchtigungen klar kommen. 

Der Kanton Thurgau möchte im Rahmen der Energiestrategie 2050 des Bundes künftig mehr auf Windenergie setzen. Schon im ersten Anlauf für mögliche Windpark-Standorten kam heftiger Widerstand auf: Hunderte Einsprachen gingen ein. Danach ging der Kanton nochmals über die Bücher und stellte neue Windenergiegebiete vor – unter anderem diejenigen, welche der SL ein Dorn im Auge sind. 

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Kleingutti .P
am 16.04.2019 um 07:42
Wer eine Windparkanlage aus nächster Näheangesehen hat, wird feststellen das viele Argumente der Gegner gar nicht zutreffen.Argumente der höhe, oder der Lärms.Etwas zu verhindern, was auch immer mit unwahren Argumenten finde ich völlig daneben, ein bisschen mehr Ehrlichkeit wäredringend von Nöten.