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Zuckerfabrik versüsst die Frauenfelder Wertschöpfung

Die Zuckerfabrik in Frauenfeld hat eine grosse wirtschaftliche Bedeutung für die Region. Das zeigt eine neue Studie für die Zuckerfabriken in Frauenfeld und Aarberg. Knapp ein Drittel der Schweizer Zucker-Wertschöpfung fliesst in die Region Frauenfeld.

29.04.2021 / 17:01 / von: mma/sda/avi
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Auch der Transport und der Anbau der Rüben trägt zur Wertschöpfung in der Region Frauenfeld bei. (Symbolbild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Auch der Transport und der Anbau der Rüben trägt zur Wertschöpfung in der Region Frauenfeld bei. (Symbolbild: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

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Die Zuckerfabrik in Frauenfeld hat eine enorme Bedeutung für die Region Frauenfeld. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW). Die mit der Zuckerproduktion in der Schweiz verbundenen Wertschöpfung beträgt 173 Millionen Franken. Davon fallen 31 Prozent, oder in Zahlen 53,7 Millionen Franken, in Frauenfeld an.

RADIO TOP hat mit dem Studienautor gesprochen:

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Die Wertschöpfung umfasst allerdings nicht nur die Zuckerproduktion, sondern auch die Wertschöpfung der Ricoter als Nebenbetrieb sowie die regionale Wertschöpfung, die beispielsweise aus der Rübenproduktion der Bauern oder der Transportdienstleistungen besteht. Studienautor Mathias Binswanger von der FHNW unterstreicht die Bedeutung des Zuckers für die Bauern gegenüber RADIO TOP: «Würde die Zuckerproduktion wegfallen, würden viele Bauern die landwirtschaftliche Produktion vermutlich einstellen.»

Diese Wertschöpfung beschert der Region Frauenfeld auch Arbeits- und Ausbildungsplätze. 197 Personen sind in Frauenfeld bei der Zucker AG inklusive Ricoter beschäftigt. Die ausgezahlten Löhne wiederum würden den regionalen Konsum ankurbeln.

Auch die Investitionen der Zuckerfabrik generieren Aufträge und Arbeitsplätze in der Region. So hat die Zuckerfabrik beispielsweise für den Bau eines Holzkraftwerks 55 Millionen Franken in die Hand genommen.

Zuckerbranche in Bedrängnis

Die Branche ist in Bedrängnis. Ende 2021 läuft ein Massnahmenpaket des Bundes zur Stützung der Zuckerproduktion aus. Seit 2019 profitierte die Schweizer Produktion von Mindestzöllen von 70 Franken pro Tonne ausländischen Zuckers statt 20 Franken wie vorher. Die Rübenbauern erhielten 300 Franken mehr pro Hektare Zuckerrüben, also 2100 Franken.

Die höheren Flächenbeiträge konnten den Preiszerfall der Zuckerrüben nicht kompensieren, so dass der Anbau nicht mehr rentierte. Immer mehr Bauern stiegen aus, der Anbau verlagerte sich immer mehr in die Westschweiz. Das stellt wiederum die Zuckerfabrik Frauenfeld vor Herausforderungen

Die Schweizer Zucker AG schloss 2019/2020 mit einem Verlust von 100'000 Franken. Sie verarbeitete 1,66 Millionen Tonnen Zuckerrüben.

Im Interview mit TELE TOP sprechen Frauenfelder Stadtpräsident Anders Stokholm und Professor für Volkswirtschaftslehre Mathias Binswanger über die wirtschaftliche Wichtigkeit der Zuckerfabrik in Frauenfeld:

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Produzent
am 04.05.2021 um 00:47
@ richyWenn die Fabrik geschlossen wird und 197 Personen ihren Job verlieren. Was würden Sie dann sagen? Das was viele sagen" Schlimm, Stück Tradition geht verloren ect." Kaufen Sie doch billigen Ausländischen Zucker und stehen Sie doch bitte öffentlich dazu. Wenn Sie durch einen billigeren Arbeiter ersetzt würden oder Ihr Arbeitgeber " expandiert" wie würden Sie sich dann fühlen? Lassen doch bitte solche Kommentare sein.
richy
am 29.04.2021 um 14:44
super!kein mensch braucht soviel zuckersubventionierter leerlauf und dannnoch werbung für schweizer zuckerim fernsehen.en guete.