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Zürcher und St.Galler Bildungsdirektoren sind unzufrieden mit Vorgaben des Bundes

Nach rund drei Monaten dürfen am 8. Juni nun auch Mittel- und Berufsfachschulen den Betrieb wieder aufnehmen. Die Zürcher und St.Galler Bildungsdirektoren kritisieren jedoch die Vorgaben des Bundes. Diese seien zu streng.

29.05.2020 / 12:00 / von: szw/sda
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Zurück in die Schule: Mittelschülerinnen und -schüler haben ab dem 8. Juni im Kanton Zürich wieder Präsenzunterricht. (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

Zurück in die Schule: Mittelschülerinnen und -schüler haben ab dem 8. Juni im Kanton Zürich wieder Präsenzunterricht. (Bild: KEYSTONE/GAETAN BALLY)

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Die Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner, der Chef vom Mittelschul- und Berufsbildungsamt des Kantons Zürich, Niklaus Schatzmann und der Generalsekretär des St.Galler Bildungsdepartements kritisieren die Vorgaben des Bundes für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichtes an den Gymnasien und Berufsfachschulen.

Die Vorgaben sind so streng, dass die Mittel- und Berufsfachschulen ab dem 8. Juni nur einen reduzierten Präsenzunterricht anbieten können. Angesichts der Lockerungen in zahlreichen anderen Bereichen sei dies für die Bildungsverantwortlichen unverständlich.

Silvia Steiner wolle sich als Bildungsdirektorin und Präsidentin der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) deshalb beim Bundesrat dafür einsetzen, dass alle Bildungsinstitutionen schnellstmöglich zum Normalbetrieb zurückkehren könnten. «Alle Kinder und Jugendlichen sollen wieder einen normalen Alltag haben», sagte sie.

Jugendliche müssen Abstand halten - Kinder nicht

Gemäss Vorgaben des Bundes müssen die Jugendlichen und Lehrpersonen der nachobligatorischen Schulen untereinander zwei Meter Abstand halten. Zudem gilt ein Richtwert von vier Quadratmetern pro Person in Unterrichtsräumen. An den Mittel- und Berufsfachschulen können diese Vorgaben in der Regel nur eingehalten werden, wenn in Halbklassen unterrichtet wird.

In den Volksschulen hingegen wird der Kanton Zürich ab 8. Juni wieder den Vollbetrieb aufnehmen. Im Gegensatz zu den älteren Jugendlichen müssen die Kinder den Abstand nicht einhalten.

Der Kanton Zürich hat den Präsenzunterricht in den Volksschulen am 11. Mai in reduzierter Form wieder gestartet. Unverändert bleibt die Situation an den Hochschulen: Dort wird der Fernunterricht bis zum Ende des Semesters fortgeführt.

Im Beitrag von RADIO TOP erklären die Bildungsdirektoren ihren Unmut:

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