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«Der Wasserverbrauch dieses Jahr war massiv»

Die 43. Ausgabe des Openairs St.Gallen geht langsam zu Ende. Die Veranstalter ziehen eine grösstenteils positive Bilanz, die Besucher kritisieren den WC-Mangel und das Bändel-System, und die Hitze macht allen zu schaffen. Hier die Bilanz zum Openair.

30.06.2019 / 14:40 / von: abl
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Noch ist unklar, wie viel Wasser am diesjährigen Openair St.Gallen verbraucht wurde. (Bild: RADIO TOP/Marija Lepir)

Noch ist unklar, wie viel Wasser am diesjährigen Openair St.Gallen verbraucht wurde. (Bild: RADIO TOP/Marija Lepir)

Hunderte Helfer sind im Einsatz, um das Festgelände des Openairs wieder aufzuräumen. (Bild: RADIO TOP/Marija Lepir)

Hunderte Helfer sind im Einsatz, um das Festgelände des Openairs wieder aufzuräumen. (Bild: RADIO TOP/Marija Lepir)

Alle Zelte müssen wieder abgebaut werden. (Bild: RADIO TOP/Marija Lepir)

Alle Zelte müssen wieder abgebaut werden. (Bild: RADIO TOP/Marija Lepir)

Um zu verhindern, dass Besucher ihre Zelte liegenlassen, geben die Veranstalter ein Zeltdepot ab. (Bild: RADIO TOP/Marija Lepir)

Um zu verhindern, dass Besucher ihre Zelte liegenlassen, geben die Veranstalter ein Zeltdepot ab. (Bild: RADIO TOP/Marija Lepir)

Die Veranstalter haben eine Woche Zeit für die Aufräumarbeiten im Sittertobel. (Bild: RADIO TOP/Marija Lepir)

Die Veranstalter haben eine Woche Zeit für die Aufräumarbeiten im Sittertobel. (Bild: RADIO TOP/Marija Lepir)

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Das diesjährige Openair St.Gallen war vor allem eines: heiss. Liebevoll wurde es dieses Jahr deshalb von «Schlammgallen» in «(Tr)Openair» umbenannt. «Es ist sehr entspannt. Die Leute sind alle etwas langsamer und bleiben dafür am Abend länger», sagt Christoph Huber, Geschäftsführer des Openairs St.Gallen. «Wir freuen uns, dass wir nicht immer mit den Gummistiefeln herumackern müssen.»

Die Hitze sorgte schon am Starttag am Donnerstag für einen Ausnahmefall. So wurden die Türen des Openairs anstatt wie angekündigt pünktlich um 17 Uhr geöffnet, sondern schon früher. Die Besucher standen bis zur Strasse an, zum Teil in der prallen Sonne. Deshalb wurden ab 15:30 Uhr gruppenweise Festivalgänger eingelassen.

Dieses Jahr wurde nicht wie jeweils in den vergangenen Jahren der Eingang West mit Warteraum geöffnet, sondern nur der Haupteingang. Die Änderung habe sich bewährt, so die Veranstalter. Die Meinungen der Besucher zum «neuen alten» Einlasssystem sind gespalten.

RADIO TOP zieht mit den Veranstaltern Bilanz:

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Wo sind die WC's hin?

Für Kritik sorgte bei den Besuchern auch die WC-Situation am Openair. So gab es dieses Jahr weniger WC-Anlagen als jeweils in den Vorjahren. «Verhältnismässig pro Besucher waren es gleich viele», verteidigt sich Nora Fuchs, Mediensprecherin des Openairs St.Gallen. Dieses Jahr waren nämlich nur knapp 25'000 Besucher pro Tag im Sittertobel, in anderen Jahren waren es zum Teil deutlich mehr. Trotzdem nehme man die Kritik ernst, beteuert Christoph Huber. Die Situation werde für die nächstjährige Ausgabe noch einmal genau überprüft.

Weiter sorgten die Headliner, Die Ärzte, für ein kurzes Bändel-Chaos am Samstagnachmittag: Weil so viele kurzentschlossene Besucher gleichzeitig ihre Tickets in Bändel eintauschen wollten, staute sich eine Schlange zeitweise bis in die Bahnhofsunterführung. «Gewisse Besucher mussten fast eine Stunde warten», so Nora Fuchs. Nach rund zwei Stunden habe sich die Schlange aber wieder aufgelöst.

Noch ist unklar, wie viel Wasser am diesjährigen Openair St.Gallen verbraucht wurde. «Die Zahlen liegen noch gar nicht vor, weil es so viel war. Wenn wir allerdings alleine die Mengen einrechnen, die wir hinter der Bühne und in Warteschlangen verteilen, ist der Verbrauch massiv», erklärt Christoph Huber.

Für die Sanität war die diesjährige Ausgabe des Openairs vergleichbar mit den Vorjahren. Wegen der grossen Hitze hätten sie sich auf zahlreiche Einsätze vorbereitet, so Andy Wick, Ressortleiter Sanität des Openairs. Diese seien aber in den ersten beiden Tagen praktisch ausgeblieben.

Gerade in der letzten Nacht mussten die Sanitäter aber praktisch ohne Unterbruch kleinere Schnittwunden, Schürfungen, Hitzschläge, Zeckenbisse und weitere kleinere Notfälle behandeln. Insgesamt gab es über 1000 Einsätze – das liege in etwa im Durchschnitt, so Wick.

Musikalisch sorgten neben den Headlinern Die Ärzte auch beispielsweise die Schweizer Musiker Nemo, Faber, Dabu Fantastic oder Manilio, der kurzfristig für Jessie Reyez einsprang, für gute Stimmung. Auf der Bühne standen ausserdem etwa K.I.Z., Boys Noize oder Florence and the Machine. 

Hier geht’s zu den Artikeln der einzelnen Festivaltage mit Bildergalerien.

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