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Die Geschichte des Openair St.Gallen

Das Openair St.Gallen gibt es seit 1977. Seither hat sich viel getan. Hier gibt es die komplette Geschichte des Festivals samt Interview mit Toni Vescoli. Er erzählt von seinem Auftritt am ersten Openair St.Gallen, als der Strom ausfiel und er die Show mit einem Batterie-Verstärker rettete.

21.06.2019 / 13:00 / von: mle
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Das Openair St.Gallen gibt es seit 1977. (Bild: zVg/Openair St.Gallen/Marius Joe Pohl)

Das Openair St.Gallen gibt es seit 1977. (Bild: zVg/Openair St.Gallen/Marius Joe Pohl)

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Der Gründer des Openair Festival St.Gallen heisst Freddi «Gagi» Geiger. Damals Hobbyorganisator von Discos und Konzerten. Gagi und seine Mitstreiter wollen vor allem für die regionalen und die schweizerischen Bands eine Plattform schaffen. Sie sind fasziniert vom Gedanken des friedlichen Gemeinschaftserlebnisses und wollen es dem Publikum ermöglichen, dies in einem schönen Gelände zu erleben, in dem campieren möglich ist. In der Zeltstadt soll es laut Gagi Gelegenheit geben zur «Vertiefung, Diskussion, zum sich kennen lernen».

1977: Das erste Openair findet auf dem Ätschberg in Abtwil statt und lockt 2048 Besucher an. Es spielen 13 Bands; darunter sämtliche Schweizer Topgruppen einschliesslich Krokus, die Jahre später zur international erfolgreichsten Schweizer Rockgruppe aller Zeiten avancieren. Nach einem wetterbedingten Stromausfall retten Toni Vescoli und Alexis Korner mit einem Batterie-Kofferverstärker am Bühnenrand vor eng zusammengerücktem Publikum den Abend.

Toni Vescoli hat im Interview mit Festival-Reporter Simon Richle von diesem speziellen Abend erzählt:

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1978:
 Das neue Gelände in der Rüti (Abtwil) bietet mehr Platz. Erneut führt der Regen dazu, dass das noch nicht wasserfeste Festival im Laufe des Sonntags wiederum abgebrochen werden muss.

1979/80: Die beiden letzten Festivals am Durchführungsort Abtwil. 1980 findet die Mutter aller Schlammschlachten statt. Es dauert drei Tage bis der Wasserpegel vor der Bühne gesunken ist.

1981: Das Festival findet neu im Sittertobel statt. Der Anlass unter dem neuen Namen Openair Festival St.Gallen lockt auf Anhieb erstmals über 10’000 Zuschauer an.

1982-84: Das charakteristische runde Bühnendach wird 1982 das erste Mal errichtet und prägt bis heute das Erscheinungsbild des Openair St.Gallen. Nach stetig steigenden Besucherzahlen (1983: 23’000) erfolgt ein Einbruch im Jahre 1984.

1985: Trotz Führungswechsel und sehr kurzer Vorbereitungszeit ist das Festival musikalisch sowie besuchermässig eine erfolgreiche Auflage. Mittlerweile spielen bereits sechs internationale Bands. Darunter Joe Cocker und Opus, die mit Live Is Life erstmals eine aktuelle Nummer 1 der Hitparade nach St.Gallen bringen.

1986: Zum 10-jährigen Bestehen werden zwei Jubiläumsgeschenke gemacht: Im Vorfeld des Festivals wird das Musig Uf De Gass das erste Mal organisiert - eine Konzertreihe mit Ostschweizer Acts in der St.Galler Innenstadt. Zudem erfolgt der musikalische Startschuss erstmals am Freitagabend. Alles stimmt: Das Wetter, das Programm. Und es wird ein neuer Publikumsrekord aufgestellt: 29'500 Besucher!

1987: Mit der Rückkehr zum 2-Tages-Programm will man bewusst wieder etwas kleiner fahren. Trotz bekannter Namen wie dem Live Aid Gründer Bob Geldof und Los Lobos mit dem aktuellen Nr. 1 Hit La Bamba besuchen nur 15'000 Personen das Festival.

1988: Zucchero und Bryan Adams locken noch vor ihrem grossen Durchbruch zahlreiche Zuschauer ins Sittertobel. Stevie Ray Vaughans fantastisches Konzert wird sein letztes sein in der Schweiz – kurze Zeit später kommt er bei einem Helikopterabsturz ums Leben.

1989: Das Jahr, das nicht wegen dem Ausverkauftstatus oder dem tollen Wetter noch lange für Schlagzeilen sorgt: Neben dem regulären Programm kommt es auf der Bühne zum Ad-hoc-Auftritt «Grönemeyer (Musiker) vs. Portner (Programmverantwortlicher)». Zwecks Schlichtung begibt sich sogar Urvater Geiger ein letztes Mal in offizieller Mission auf die Bühne.

1990: Trotz sehr schlechtem Wetter ist die Festivaledition 1990 ausverkauft. Bei der Rocklegende Santana tanzen 30'000 Personen im Schlamm. Wegen eines massiven Kälteeinbruchs am Samstagabend wird der Festivalabbruch erwogen, aber nicht durchgeführt.

1991: Im Vorfeld des 15. Jubiläums findet eine grosse Fotoausstellung und Vergabe eines Förderpreises statt. Das Festival wird endgültig auf drei Tage ausgedehnt. Jedoch wird das Kontingent der Tickets aufgrund der Geländestrapazierung im Vorjahr auf 25'000 beschränkt. Der Ticketpreis wird erhöht. Es werden 23'000 Eintritte verkauft. Der fallende Regen sorgt erneut für ein Schlammbad.

1992: Die gerade wiedervereinigten Brecker Brothers sorgen für hochkarätigen Jazz, der Kultsänger Van Morrison für Stau auf der Brücke. Die enorm hohen Gagen und steigende Infrastrukturkosten zwingen erneut zu einer Preisanpassung um 17.00 CHF auf 75.00 CHF für einen 3-Tagespass. Erstmaliger Einsatz eines Geschirrwaschmobils an einem Schweizer Openair.

1993: «Music & Fun» heisst fortan das Motto. Das wird umgesetzt mit einem Animationsprogramm, einem stark vergrösserten Verpflegungsangebot samt erstmaligem Alkoholausschank, dem neu angeordneten Bazarviertel und erweiterten Sanitäranlagen (Duschen). Allerdings wird der Wille zur Innovation vorerst nicht belohnt: Der nach organisatorischen Umstrukturierungen neu gestartete Verein muss ein Defizit von 100'000 Franken verkraften.

1994: Hinter dem Aquädukt wird erstmals eine zweite Bühne errichtet. Unter dem Titel Best Of East erhalten hier 17 Regionalbands ein Sprungbrett. Das Programm der Sitterbühne bietet topaktuelle Newcomer (Angélique Kidjo, Spin Doctors, Rage Against the Machine), die gesamte Spannbreite der momentan besonders erfolgreichen Schweizer Garde (Stephan Eicher, Patent Ochsner, Züri West etc.) sowie Legenden der Rockgeschichte wie James Brown und Deep Purple. Dieses Programm sorgt in der Musik- und Medienbranche erstmals schweizweit für ein nachhaltiges Echo und für ein ausverkauftes Festival. Dies obwohl durch eine erneute Preisanpassung der Festivalpass das erste Mal über 100.00 CHF kostet. Das Glasverbot wird eingeführt.

1995: Das Musig Uf De Gass feiert sein 10-Jahr Jubiläum. Die Eingangssituation wird komplett neu organisiert. Dank der Vorverlegung des Ticket- und Bändeltauschs auf den Parkplatz Breitfeld und den Hauptbahnhof St.Gallen gehören die Warteschlangen vor dem Haupteingang am Freitag der Vergangenheit an. Die Nebenbühne wird als Heubühne zur Plattform für musikalische Besonderheiten und internationale Comedy Acts aufgewertet und stösst auf Anhieb auf grosse Beliebtheit beim Publikum.

1996: 20 Jahre Openair St.Gallen! Die erstmalige Ausschreibung eines Plakatwettbewerbes fürs Sujet 96 stösst auf grosse Beteiligung: Über 300 Entwürfe gehen ein. Der erste vollflächig bemalte Werbebus in der Stadt St.Gallen wirbt für das 20. Festival. Der Jubiläumsanlass ist musikalisch ein voller Erfolg und darf auch «ausverkauft» melden.

1997: Das Festival ist bereits Ende Mai ausverkauft und wird ein Riesenerfolg. Im Vorfeld sorgen allerdings Turbulenzen im Artistbereich für Nervenkitzel bei den Veranstaltern. Neil Young muss wegen einem Schnitt im Finger seine Sommertour absagen, Midnight Oil verlängern ihre Studiozeit und der Ersatz Wu Tang Clan weigert sich, in New York in ein Flugzeug zu steigen. Das grossartige Konzert von INXS bleibt noch lange in Erinnerung. Das Publikum tobt und feiert die Band um Michael Hutchence. Es ist das letzte Mal, dass er live in der Schweiz zu sehen ist.

1998: Die 22. Ausgabe des Openair St.Gallen steht unter dem Motto True Love und wird von 27'000 Besucherinnen und Besuchern gefeiert. Bis heute ist nicht definitiv geklärt, welche Version von Paranoid nun mehr Power hat – diejenige von Black Sabbath oder die von Björn Again.

1999: Mit den Megastars Metallica wird die teuerste Band verpflichtet, die je in St.Gallen gespielt hat. Doch trotz dieses Headliners ist das Festival nicht ausverkauft – im Gegenteil: Die hohen Gagen und Produktionskosten sowie Altlasten reissen ein grosses Loch in die Kasse des Openair St.Gallen.

Keine Lust alles zu lesen? RADIO TOP hat die Highlights kompakt zusammengefasst:

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2000: Das 24. Openair findet wieder einmal bei schönstem Wetter statt. Drastische Budgetkürzungen wirken sich auch auf das Booking aus und es wird auf teure/grosse Namen verzichtet. Traditionelle Bands (Huey Lewis & the News) im Wechselspiel mit Star-DJs (Moby) sorgen für eine fantastische Atmosphäre. Trotz 22’000 Zuschauern resultiert erneut ein Defizit. Nur dank der Unterstützung von Stadt, Kanton und Lieferanten kann das Openair gerettet werden.

2001: 25 Jahre Openair St.Gallen! Ein rauschendes Fest im beinahe ausverkauften Sittertobel bei drei Tagen schönstem Sommerwetter. Placebo, Jovannotti, Toploader und David Gray – das Programm ist abwechslungsreich und trendig. 29‘000 BesucherInnen feiern am Festival. Wyclef Jean als letzter Act des Festivals gibt ein zweieinhalbstündiges Konzert und kann sich auch nach dieser langen Spielzeit nur schwer vom St.Galler Publikum trennen.

2002: Mit 30’000 Festivalbesuchern ist die 26. Ausgabe des Openair St.Gallen restlos ausverkauft. Nach kurzen Regenschauern bei Türöffnung bleibt es warm und sonnig bis zum Schluss. Die Stimmung ist von Anfang an grossartig und erreicht ihren Höhepunkt bei den Konzerten von Travis und The Chemical Brothers.

2003: Auch die 27. Ausgabe des Openair St.Gallen ist mit 90'000 Festivalbesuchern während drei Tagen ausverkauft. 3'000 Helfer und 37 Bands aus 12 Nationen mit über 400 Musikern vergnügen sich bei strahlendem Sonnenschein im Sittertobel. Mit Trash Hero wird ein neues Abfallkonzept eingeführt, welches Wirkung zeigt. Die Reaktionen auf die Einführung des Getränkedosenverbotes sind im Vorfeld sehr stark, die Umsetzung vor Ort verläuft jedoch problemlos.

2004: Mit 72'000 Eintritten an den drei Festivaltagen beweist das Openair St.Gallen mit seiner 28. Ausgabe wiederum, dass es trotz zunehmender Konkurrenz ein sicherer Wert in der Schweizer Festivallandschaft ist. Bei idealen Wetterverhältnissen und dank einer eingespielten Organisation geht das Festival ruhig und ohne grössere Zwischenfälle über die Bühne. 38 Bands aus 11 Nationen spielen auf den beiden Bühnen. Der neue Bacardi Dome präsentiert während 40 Stunden aktuellen Dancesound mit 17 internationalen DJs.

2005: Ausverkauft – und das bereits eine Woche vor Beginn des Festivals! Die Ausgabe 2005 ist ein Festival der Superlative: 30'000 Besucher an jedem der drei Tage, 3'000 Helfer und 38 Bands vergnügen sich ohne Zwischenfälle im Sittertobel bei idealem Festivalwetter. Trotz der zeitgleich stattfindenden Live8-Konzerte auf der ganzen Welt finden R.E.M. als Headliner den Weg nach St.Gallen. Das neu eingeführte Depot auf Becher und PET bewährt sich: Es fällt weniger Abfall an.

2006: Ein würdiges 30-Jahr-Jubiläum, geprägt von einer grossartigen Atmosphäre, von abwechslungsreichen, mitreissenden Konzerten und nicht zuletzt von drei Tagen herrlichem Sommerwetter. Mit rund 80'000 Tageseintritten ist das Festival zwar nicht ausverkauft, dennoch fällt die Bilanz durchwegs positiv aus. Bewährt haben sich Neuerungen im Bereich Security (Wellenbrecher vor der Sitterbühne sowie Security Info Points im Gelände), aber auch die Erhöhung des Becherdepots auf zwei Franken.

2007: Wetterglück und eine grandiose Stimmung prägen dieses Festival. Auch kurzfristige Absagen der programmlichen Farbtupfer Mika und Bright Eyes stehen dem Ausverkauft-Status nicht im Weg. Das junge, von britischen Bands geprägte Programm mit Highlights wie Arcade Fire, Kaiser Chiefs, Snow Patrol, Placebo und Bloc Party zieht einmal mehr 30'000 Zuschauer pro Tag ins Sittertobel. Nach sechs Jahren Earlybirds treten die Nachtschwärmer an deren Stelle. 6'000 Openair-Fans haben mit diesen Tickets bereits am Donnerstagabend Zutritt zu einem Teil des Geländes. Innerhalb einer Stunde sind die Nachtschwärmer-Tickets ausverkauft.

2008: Trotz der in der Schweiz und Österreich stattfindenden UEFA EURO Meisterschaft lockt das Openair St.Gallen 29'500 Zuschauer in Sittertobel. Lenny Kravitz, Justice, Kings Of Leon und weitere angesagte Acts und Newcomer sowie das perfekte Wetter sorgen für eine ausgelassene, schöne Festivalatmosphäre. Der Ausbau der sanitären Anlagen stösst auf gutes Echo. Das Gelände kann dank verstärkten Schutzmassnahmen in einem sehr guten Zustand abgegeben werden. Zum 2. Mal nach 2007 erhält das Festival den Green’n’Clean Award der europäischen Festivalorganisation Yourope.

2009: Im Verlaufe des Festival kann erneut der Ausverkauft-Status verkündet werden. Die Bodenschutz-Massnahmen werden verstärkt, die sanitären Anlagen weiter ausgebaut. Steter Regen am Samstag führt nach vielen trockenen Jahren zu einer Schlammschlacht. Am Sonntag ist wieder bestes Festivalwetter. Musikalisch bietet dieses Jahre Leckerbissen aus dem Alternative-Bereich: Nine Inch Nails, Nick Cave, The Flaming Lips begeistern das Publikum.

2010: Mit The Strokes, Kasabian, 30 Seconds To Mars, Billy Talent, LCD Soundsystem und 2manyDJs wird ein sehr junges, musikinteressiertes Publikum angesprochen. Die 3 Liter Regelung, das progressive Programm sowie viele Konkurrenzveranstaltungen in zeitlicher Nähe lassen weniger Besucher ins Sittertobel kommen. 24'000 Personen feiern bei strahlendem Sonnenschein und heissem Sommerwetter das 34. Openair St.Gallen. Zum ersten Mal wird das gesamte Gelände schon am Donnerstag geöffnet. 10‘000 Nachtschwärmer machen von diesem Angebot Gebrauch.

2011: Die grossen Headliner Linkin Park locken zusammen mit Queens Of The Stone Age, Den Fanta 4, The National, Janelle Monae, Elbow, TV On The Radio und anderen 30'000 Personen pro Tag an. Ausverkauft! Bestes Festivalwetter trägt zu einer ausserordentlich friedlichen und guten Stimmung bei. Am Donnerstag stimmen sich 15'000 Nachtschwärmer aufs Festival ein – neu mit Livemusik in den Bars.

2012: Ein Rekordjahr in vielen Bereichen. Das Festival ist einen Monat vor Beginn restlos ausverkauft – das war das letzte Mal 1996 der Fall. Rekordtemperaturen sorgen für Rekordverkäufe bei den Getränkeständen. Die Toten Hosen, Florence & The Machine, Gossip, Paul Kalkbrenner und Deadmau5 liefern mit ihren Auftritten den Soundtrack. Für einen unvergesslichen Moment und einen geschichtsträchtigen Festivalabschluss sorgen Mumford & Sons, als sie als letzte Zugabe Musiker von Wolfmother, Paolo Nutini und The Kooks auf einer Bühne vereinen und mit einem Cover von The Bands «The Weight» Gänsehaut, Tränen und einen Hauch von Woodstock heraufbeschwören.

2013: Seit Jahren regnet es am Festival selber – und dies zünftig. St.Gallen wird zu «Schlammgallen» und Bilder von fröhlich feiernden Besuchern im nassen Schlamm prägen die Berichterstattung. Das soll nicht darüber hinwegtäuschen, was für ein aussergewöhnliches Jahr 2013 abgesehen von den garstigen Wetterbedingen war. So früh wie noch nie sind alle Tickets restlos weg – im Februar heisst es: Ausverkauft! Als erstes Schweizer Festival setzt das Openair St.Gallen ganz auf ein bargeldloses Zahlungssystem. Das Cashless Payment System funktioniert nach Anfangsschwierigkeiten reibungslos – zusammen mit der elektronischen Eintrittskontrolle ist dies ein wichtiger Schritt in die Zukunft. Kings Of Leon, Die Ärzte und Biffy Clyro sorgen für grosse Momente, Sigur Rós bezaubern das Publikum und viele angesagte Newcomer wie Jake Bugg und Haim spielen ihre erste Schweizer Show überhaupt. Die heimlichen Headliner Macklemore & Ryan Lewis sowie Monsters Of Men lassen die Masse tanzen und mitsingen. Die Stimmung ist einmal mehr sensationell und im Herbst wird das Openair St.Gallen zum beliebtesten Festival der Schweiz gewählt (Umfrage 20Minuten).

2014: Zum vierten Mal in Folge ist das Festival ausverkauft – und das bereits Anfang Januar! Am Donnerstag erfolgt der Einlass nur über den Eingang West. Diese Neuerung, zusammen mit dem Warteraum ab Mittwoch, wird von den Veranstaltern, dem Publikum und den Medien als voller Erfolg angesehen: Seit Jahren ist der Einlass nicht mehr so entspannt und schnell abgelaufen wie in diesem Jahr. Auch die Einführung des Zeltdepots kann als Erfolg gewertet werden: trotz schlechten Wetterbedingungen am Sonntag werden 75 Prozent der Zelte wieder mitgenommen. Das Wetter bleibt sonnig und warm – abgesehen vom Regen am Sonntag. Mit The Black Keys, Seeed, Imagine Dragons, Casper, Sportfreunde Stiller, Foals, London Grammar und vielen mehr wird ein breites Musikprogramm geboten, das grossen Anklang findet.

2015: Das Festival ist Anfang Januar ausverkauft. Neben den Headlindern The Chemical Brothers, Placebo, Paolo Nutini, Noel Gallagher’s High Flying Birds sind es wiederum die kleineren und mittleren Bands, die sich mit ihren Konzerten in die Herzen des Publikums spielen: Royal Blood, Kate Tempest, Jack Garratt, Wanda, Annenmaykantereit. Das Wetter ist heiss und sonnig, die Stimmung sommerlich festlich. Und einmal mehr friedlich. Die neue Bühne «Musig uf de Gass & Startrampe» bietet am Donnerstagabend vier regionalen Bands die Möglichkeit, am Festival aufzutreten und stösst auf grosse Begeisterung.

2016: Erneut ist das Festival bereits Anfang Jahr ausverkauft. Zum 40. Geburtstag schenkt das Openair St.Gallen sich und den Besuchern die Wunschheadliner Radiohead und Mumford & Sons, ein Feuerwerk und ein neues Quartier mit Strassenkunst, Streetfood und liebevollen Deko-Elementen. «Plaza» heisst der Bereich auf dem Hügel vis-à-vis der Sitterbühne und begeistert bereits in seinem ersten Jahr. Das neue Restaurant «Bloom» - realisiert im gemütlichexklusiven Stil – stösst vor allem bei den älteren Besuchern auf grossen Anklang. Das Wetter zieht alle Register: Kalt und nass am Samstag, sonnig und warm am Sonntag.

2017: Viele musikalische Highlights und ein Publikum, das sich auch zu später Stunde mitreissen liess, prägten diese Festivalausgabe genauso wie das abwechslungsreiche Wetter. Viel Lob gab’s von den Besuchern für die Campfire Stage, das neue Schützengartenpub, die Weinbar sowie für die zahlreichen neuen Foodstände und die liebevolle Dekoration. Und die auftretenden Bands waren hingerissen von der unglaublichen Energie des OASG-Publikums, unabhängig von Zeit und Wetter.

2018: Musikalische Höhepunkte wie Depeche Mode und Nine Inch Nails, das sommerliche Festivalwetter, ein herzlich-heiteres Publikum und engagierte Take A Stand Panels sind nur einige Highlights der 42. Ausgabe des Openair St.Gallen. Ebenfalls viel Lob erhielt die neue, vergrösserte Sternenbühne und die Sitterbühne, welche dieses Jahr im neuen Look erschien. Während das Publikum zu Depeche Mode mitsang konnte Kungs nur eine Stunde nach dem Konzert die Besucher zum Tanzen bringen! Das Traditionsfestival hat wieder einmal bewiesen, dass es Generationen zusammenbringen und inspirieren kann.

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