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Aussergewöhnlich wenig Werbung zu nationalen Vorlagen

Für die Abstimmungen vom 28. November ist in der Schweiz aussergewöhnlich wenig Werbung gemacht worden. Zu diesem Schluss kommt eine Auswertung von Zeitungsinseraten. Bei allen drei Vorlagen - dem Covid-Gesetz, der Pflegeinitiative und der Justizinitiative - ist die Zahl der Inserate unterdurchschnittlich.

19.11.2021 / 10:35 / von: mma
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Auch bei der Berichterstattung gab es Unterschiede. (Symbolbild: RADIO TOP/Sandro Peter)

Auch bei der Berichterstattung gab es Unterschiede. (Symbolbild: RADIO TOP/Sandro Peter)

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Für die bevorstehenden Abstimmungen in der Schweiz wurde aussergewöhnlich wenig Werbung gemacht. Zu diesem Schluss kommt eine Auswertung der Inseratenspalte von Année Politique Suisse.

Die Auswertung von Année Politique Suisse zeigt eine knapp unterdurchschnittlich starke Kampagne zur Änderung des Covid-19-Gesetzes in den Inseratespalten, wobei die ablehnenden Inserate deutlich dominieren. Zeitgleich warben der Bund und die Kantone allerdings für die Nationale Impfwoche. Darin blieb zwar gemäss der Studie das Covid-19-Gesetz unerwähnt, dennoch sei es möglich, dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger diese Inserate im Zusammenhang mit der Abstimmung wahrgenommen haben.

Anders sieht es bei den anderen beiden nationalen Vorlagen aus. Die Justiz- und die Pflegeinitiative bekamen laut der Studie kaum Aufmerksamkeit in den Inseratespalten.

Auch Berichterstattung unausgeglichen

Auch die Analyse der Berichterstattung in den Medien zeige ein deutliches Ungleichgewicht zwischen den Vorlagen. So fanden sich in den Printmedien deutlich weniger Artikel zum Thema «Justiz» und «Pflegepersonal» als zum Thema «Covid-19». Noch nie seit 2017 wurde im Vorfeld einer nationalen Abstimmung so häufig über ein Thema berichtet wie vor dem Referendum zur Änderung des Covid-19-Gesetzes, heisst es in der Studie. Dies sei allerdings vor allem dem Pandemieverlauf geschuldet.

RADIO TOP hat mit Année Politique Suisse über die Resultate der Analyse gesprochen:

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