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Plakat gegen «Ehe für alle» kommt sogar bei den Gegnern schlecht an

Ein Plakat gegen die «Ehe für alle» am Zürcher Hauptbahnhof zeigt einen Zombie mit dem Text «Kinder mit einem Toten». Das Plakat löst nicht nur bei den Befürwortern, sondern auch bei den Gegnern der Vorlage Unverständnis aus.

07.09.2021 / 20:08 / von: mst/mle
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Dieses Plakat gegen die «Ehe für alle» am Zürcher Hauptbahnhof zeigt einen Zombie mit dem Text «Kinder mit einem Toten». (Bild: TOP-Medien/Mikko Stamm)

Dieses Plakat gegen die «Ehe für alle» am Zürcher Hauptbahnhof zeigt einen Zombie mit dem Text «Kinder mit einem Toten». (Bild: TOP-Medien/Mikko Stamm)

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Ein Gesicht von einem Zombie und daneben die Schrift «Kinder mit einem Toten». Das ist das Plakat, welches seit Kurzem unter anderem am Zürcher Hauptbahnhof vorzufinden ist. Hinter der Kampagne steht das Komitee «Das Kind ist keine Ware», welche sich gegen «Ehe für alle» einsetzt. Laut Oskar Freysinger, prominentes Aushängeschild des Komitees, soll die Grafik darauf hinweisen, dass einer Frau auch ein Samen eines toten Mannes eingepflanzt werden könnte. Dies würde in der Diskussion verschwiegen.

Das Plakat geht vielen zu weit. Nicht nur die Pro-Seite, sondern auch die Contra-Seite hält das Plakat für unpassend. Der Zürcher EDU-Kantonsrat Hans Egli setzt sich ebenfalls gegen die «Ehe für alle» ein. Er findet aber, dass die Contra-Seite durch ein solches Plakat unseriös dargestellt wird.

Befürworter der «Ehe für alle» und von TELE TOP befragte Passanten in Zürich halten das Plakat für irreführend und geschmacklos. Alexander Wenger, Sprecher des Komitees «Ehe für alle» sagt, es gehe bei der Vorlage um die Gleichstellung von Hetero- und Homosexuellen. Das Plakat ziele auf eine ganz andere Sache ab.

Was Passanten zum Plakat sagen, im Beitrag von TELE TOP:

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Ena
am 13.09.2021 um 08:30
Jeder Depp darf sich fortpflanzen und danach sein/ihr Kind emotional verwahrlosen lassen, die Mutter mit dem Kind alleine lassen (oder den Vater, das gibts schliesslich auch). Was ist mit all den Kindern von Heteropaaren, welche ohne Vaterfigur /Mutterfigur aufgewachsen sind? Von denen gibt es in meiner Generation mehr als umgekehrt. Was ist mit all den Kindern in Kinderheimen? Lieber keine Eltern als zwei sie liebende Väter/Mütter? Heteropaare, welche emotional suboptimal als Eltern sind, haben zugang zu Invitro einfach nur aus dem Fakt, dass sie Mann und Frau sind, was ist mit diesen Kindern? Wenn der Zugang zu Invitro etc beschränkt bleiben soll, dann sollten auch Heteropaare sich einer psychologischen Untersuchung unterziehen, ob sie Eltern sein sollten.
Max Krieg
am 12.09.2021 um 18:10
Susanne:Im Gegensatz zu gegengeschlechtlichen Paaren werden gleichgeschlechtliche Paare mit grosser Wahrscheinlichkeit ihre Kinder viel früher über ihre Herkunft aufklären. Den Namen des Spermienspenders werden sie wohl kennen und ihre Kinder nicht bis zum 18. Altersjahr waren lassen.
Raoul
am 10.09.2021 um 15:49
Wie die Kampagne leider allzu deutlich zeigt, gibt es schon lebende Menschen mit dem Gehirn von Toten. Ich kann kaum glauben, dass die Urheber eines solchen Stumpfsinns im selben Land leben wie ich. Hier geht's offensichtlich nur noch darum, recht zu haben - um jeden Preis. Gruss von Donald.
Ingo
am 09.09.2021 um 09:12
Homosexuelle waren auch einst Kinder. Wenn es um deren Kindeswohl geht, da verstummen die Gegner plötzlich. Wo ist deren Aufschrei, wenn homosexuelle Jugendliche gemobbt werden? Sich nicht entwickeln können? Ihnen eingeredet wird, sie seien falsch? Sie existierten nicht? Da hört man nichts von den Gegnern. Klar, weil sie selber zu einem Klima beitragen, unter denen Homosexuelle in ihrer Kindheit und Jugend leiden.Und kann man Menschen dafür verurteilen, FÜR Kinder sorgen zu wollen und dies als egoistisch abtun, wenn man beim Thema "Abtreibung" genauso macht und Menschen dafür verurteilt, sich gegen das Kind zu entscheiden und dies ebenfalls als Egoismus abtun? Wie passt das zusammen? Soviel zur Doppelmoral.
Susanne
am 08.09.2021 um 22:46
Dass den Kindern vom Gesetz her 18 Jahre lang verboten wird, Kontakt zu ihrem eigenen Vater aufzunehmen, finde ich schon ziemlich extrem. Kinder sind ja auch Menschen mit Rechten, und keine Ware!Darum stimme ich 'Nein' (mit oder ohne Plakat).