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Politologin erwartet überdurchschnittliche Stimmbeteiligung

Bei der Eidgenössischen Abstimmung am Sonntag dürfte die Stimmbeteiligung rund 60 Prozent betragen. Die Tendenz spricht eher für eine Zustimmung zum Covid-Gesetz.

26.11.2021 / 07:58 / von: jis/sda
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Am Sonntag 28. November ist schweizweiter Abstimmungssonntag. (Symbolbild: Keystone/Peter Klaunzer)

Am Sonntag 28. November ist schweizweiter Abstimmungssonntag. (Symbolbild: Keystone/Peter Klaunzer)

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Es werde am Sonntag eindeutig eine überdurchschnittliche Stimmbeteiligung erwartet. Darauf deute der bisherige Rücklauf der Stimmcouverts in den Gemeinden, die dies gfs.bern gemeldet hätten, hin, sagte die Politologin Cloé Jans vom Forschungsinstitut gfs.bern am Freitag gegenüber «Radio SRF». «Es wird jedoch nicht für ein Allzeithoch reichen», so Jans.

Zahlen zum Covid-Gesetz, die aus den Städten vorliegen würden, deuteten eher auf ein Ja hin. Wie es auf dem Land aussehe, wisse man noch nicht, da gebe es noch blinde Flecken auf der Landkarte. Eine grosse Überraschung könne man nicht unbedingt ausschliessen, im Moment sehe es aber nicht danach aus.

Bei der ersten Abstimmung über das Covid-Gesetz Im Juni seien rund 60 Prozent der Stimmberechtigten an die Urne gegangen, damals sei vor allem die Landbevölkerung wegen der Agrarvorlagen mobilisiert worden, sagte Jans weiter. Man wisse derzeit aber noch nicht, wie dieses Mal die Mobilisierung auf dem Land aussehe. Was jedoch die Städte betreffe, erwarte man ein ähnliches Niveau wie im Juni.

Die Lead-Vorlage sei dieses Mal das Covid-Gesetz. Im Juni habe das Thema noch im Schatten der Agrarvorlagen gestanden. Nun seien rund 60 Prozent der Bevölkerung geimpft. Jans erwartet deshalb, dass diese Gruppe eher ein Ja in die Urne legt. Die Gegnerschaft müsste doppelt so stark mobilisieren, um das Ja noch zum Kippen zu bringen.

46 Prozent der Stimmberechtigten gehen in der Schweiz im Durchschnitt an die Urne, wie es weiter hiess. der Allzeitrekord liege bei 79 Prozent, das sei 1992 bei der EWR-Abstimmung gewesen, sagte Jans.

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