Pull down to refresh...
zurück

Pro und Contra zur Abstimmungsvorlage: Stimmrechtsalter 16 im Kanton Zürich

Die Abstimmung über das Stimmrechtsalter 16 findet am 15. Mai statt. Die Senkung des Stimmrechtsalters geht auf eine Parlamentarische Initiative der GLP zurück, die im Kantonsrat von SP, Grünen, CVP, EVP und AL mitgetragen wurde. FDP und SVP sprachen sich gegen das Anliegen aus.

26.04.2022 / 19:47 / von: sda/mco
Seite drucken Kommentare
0
Am 15. Mai wird im Kanton Zürich über die Senkung des Stimmrechtsalters auf 16 Jahre abgestimmt. (Symbolbilb: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Am 15. Mai wird im Kanton Zürich über die Senkung des Stimmrechtsalters auf 16 Jahre abgestimmt. (Symbolbilb: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Im Beitrag von RADIO TOP werden die Argumente der Befürworter und Gegner zusammengefasst:

audio

Argumente des Ja-Komitees:

Junge Menschen übernehmen in vielen Lebensbereichen Verantwortung. Und schon mit den Lehrlingslöhnen zahlen Jugendliche in die AHV-Kasse ein und erhalten mit 17 die erste Steuerrechnung. Da sei es nichts als fair, wenn sie an Abstimmungen schon mitbestimmen dürften, wird Jascha Harke (Juso) in einer Mitteilung vom Ja-Komitee zitiert.

Vielen Jugendlichen sei es ein Anliegen, auch politisch Verantwortung für ihre Zukunft zu übernehmen. Sie seien von den politischen Weichenstellungen von heute am längsten betroffen, so Julian Croci (Junge Grüne).

Hinter dem Ja-Komitee stehen Vertreter von GLP, SP, Grüne, Die Mitte, EVP und AL und ihrer Jungparteien sowie das Jugendparlament.

Argumente des Nein-Komitees:

Es wäre ehrlicher, würde die Volljährigkeit auf 16 Jahre gesenkt, damit heute Minderjährige auch das passive Wahlrecht erhielten. Zudem gebe es heute mit dem Jugendparlament bereits Partizipationsmöglichkeiten, teilte das Überparteiliches Komitee Stimmrechtsalter 16 Nein anfangs April in einer Mitteilung mit

Minderjährige abstimmen zu lassen, führe zu einem Verlust an Glaubwürdigkeit und Repräsentanz demokratischer Entscheide und störe das Gleichgewicht, das sich «über Jahrhunderte fein eingependelt» habe.

Das Nein-Komitee, in dem FDP und SVP vertreten sind, zweifelt auch daran, dass die Herabsetzung des Stimmrechtsalters das politische Interesse der Jugendlichen fördere. Eine Untersuchung darüber im Kanton Glarus, der das Stimmrecht mit 16 Jahren kenne, attestiere den 16- und 17-Jährigen «unterdurchschnittliche Werte» bei politischer Kompetenz und politischem Interesse.

Beitrag erfassen

Keine Kommentare