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Schaffhauser lehnen Planungskredit «Duraduct mit Lift» ab

Das Duraduct, eine Brücke für den Fuss- und Veloverkehr, hätte die beiden Quartiere «Geissberg» und «Breite» über das Mühlental verbinden sollen. Die Schaffhauser haben die Vorlage jedoch deutlich bachab geschickt.

26.09.2021 / 17:26 / von: mle/sda
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Das Duraduct, eine Brücke für den Fuss- und Veloverkehr, soll die beiden Quartiere «Geissberg» und «Breite» über das Mühlental verbinden. (Screenshot: TELE TOP)

Das Duraduct, eine Brücke für den Fuss- und Veloverkehr, soll die beiden Quartiere «Geissberg» und «Breite» über das Mühlental verbinden. (Screenshot: TELE TOP)

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Die Schaffhauserinnen und Schaffhauser wollen die Fuss- und Velobrücke «Duraduct mit Lift» nicht. Die Stimmberechtigten in der Stadt haben einen Planungskredit in Höhe von 680'000 Franken klar abgelehnt.

Zum Kredit sagten 6'993 Stimmberechtigte Ja und 8'704 Nein. Das entspricht einem Nein-Stimmenanteil von 55,45 Prozent. Die Stimmbeteiligung lag bei rund 72 Prozent.

RADIO TOP war nach den Ergebnissen auf Stimmenfang bei den Befürwortern und Gegnern des Planungs-Kredits:

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Mit dem Geld sollte ein Wettbewerb durchgeführt und ein Bauprojekt für eine Brücke über das Mühlental erarbeitet und dann dem Stimmvolk vorgelegt werden. Das Duraduct sollte die beiden Quartiere Geissberg und Breite verbinden, ein Lift ins Mühlental war vorgesehen, um die Anbindung in Richtung Bahnhof und Altstadt zu schaffen.

Eine Machbarkeitsstudie hatte dafür mit Investitionskosten in Höhe von rund 9,5 Millionen Franken gerechnet. Der Bund hätte sich daran mit 1,7 Millionen Franken beteiligt, den Rest hätten sich Kanton und Stadt geteilt.

Die Befürworter hatten betont, dass das Duraduct die Sicherheit für Velofahrerinnen und Fussgänger verbessere und eine einfache Verbindung zwischen den Quartieren schaffe. Dagegen hielten die Gegnerinnen und Gegner das Projekt für eine teure Fehlplanung, die gar nicht realisiert werden könne. Ausserdem hatten sie vor juristischen Streitigkeiten und Enteignungen gewarnt.

Den Planungskredit hatte der Grosse Stadtrat bereits bewilligt. Zur Abstimmung kam es nun, weil das Obergericht eine Beschwerde gutgeheissen hatte und das Stadtparlament beauftragte, den Planungskredit dem fakultativen Referendum zu unterstellen.

Grund dafür war, dass bereits mit dem Budget 2018 200'000 Franken für ein Vorprojekt gesprochen wurden und damit die Budgetkompetenz des Grosse Stadtrats überschritten war. Die SVP machte daraufhin vom Referendum Gebrauch.

Im Interview mit RADIO TOP zeigt sich Stadträtin Katrin Bernath enttäuscht über das Resultat:

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Deutliches Ja zum Ersatzbau für Grün Schaffhausen

Deutlich weniger strittig war ein Neubau für die Stadtgärtnerei. 9'919 Stimmberechtigte sagten Ja und 5'297 Nein zu dem 13,92 Millionen Franken teuren Neubau für Grün Schaffhausen. Bislang sind Werkstätten, Büros, Werkflächen sowie Maschinen- und Fahrzeugunterstände auf mehrere Standorte verteilt.

Einige dieser Magazine sind in schlechtem Zustand. Daher soll nun beim Standort Birch an der Mühlentalstrasse verschiedene Magazine zusammengeführt und ein Ersatzneubau erstellt werden.

TELE TOP hat mit Befürwortern und Gegnern über den abgelehnten Planungskredit des Duraducts gesprochen:

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Markus Meier
am 26.09.2021 um 14:02
Mit dem deutlichen Ja für den Ersatzbau dankt die SH Bevölkerung Grün Schaffhausen zugleich für die ausgezeichnete Arbeit über das ganze Jahr hindurch.