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Seuzacher lehnen Steuererhöhung ab

In der Zürcher Gemeinde Seuzach hat die Stimmbevölkerung an der Urne über das Budget und den Steuerfuss der Gemeinde entschieden. Eine Mehrheit hat sich gegen den Vorschlag des Gemeinderats ausgesprochen – anstatt einer Steuererhöhung gibt es nun eine Steuersenkung.

28.03.2021 / 12:20 / von: pwa/ska
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Die Stimmbevölkerung von Seuzach hat sich gegen den Gemeinderat gestellt und die Steuern gesenkt. (Screenshot: TELE TOP)

Die Stimmbevölkerung von Seuzach hat sich gegen den Gemeinderat gestellt und die Steuern gesenkt. (Screenshot: TELE TOP)

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Bei der Abstimmung am Sonntag hat sich die Seuzacher Stimmbevölkerung gegen ihren Gemeinderat gestellt. Der Gemeinderat hat eine Steuererhöhung um sechs Prozentpunkte auf 89 Prozent beantragt. Eine Alternativvariante hat einenen Steuerfuss von 83 Prozent vorgesehen. Eine Mehrheit von 57 Prozent hat sich für diese Alternative ausgesprochen, weshalb die Steuern nun gar sinken. Dies bei einer Stimmbeteiligung von 52.3 Prozent. Durch die tieferen Steuereinnahmen soll der Gemeinderat zum Sparen gezwungen werden. Seuzach hat sich wegen der Corona-Krise gegen eine Gemeindeversammlung und für eine Urnenabstimmung entschieden.

Gewinnerin der Abstimmung ist die «Interessengemeinschaft pro Seuzi». Die fünf älteren Herren hinter der IG hatten im Vorfeld mit Flyern für die Beibehaltung des Steuerfusses von 83 Prozent geweibelt. Mit 2000 Franken aus dem eigenen Portemonnaie haben sie diesen an die gesamte Seuzacher Bevölkerung verschickt. Offenbar mit Erfolg: «Wir können es kaum glauben, dass der Steuerfuss nicht erhöht wird. Dieser Abstimmungskampf war wie David gegen Goliath!», betont IG-Mitglied Hans Rudolf Wyss gegenüber TELE TOP. Das, weil sich neben dem Gemeinderat auch die RPK sowie sämtliche Ortsparteien für den Steuerfuss von 89% ausgesprochen hatten.

Dieser ist nun vom Tisch - Gemeindepräsidentin Katharina Weibel (FDP) zeigt sich enttäuscht. «Traurig finde ich, dass über die Hälfte der Bevölkerung das eigene Portemonnaie höher gewichtet als die gesellschaftlichen Aspekte». Trotzdem werde man den Volkswillen selbstverständlich respektieren. Der Gemeinderat will nun Sparmassnahmen bei allen Anspruchs- und Interessengruppen prüfen oder mit dem Budget 2022 den Stimmberechtigten vorlegen.

Sowohl die «IG pro Seuzi» als auch die Gemeindepräsidentin sind vom Ergebnis überrascht, zeigt der Beitrag von TELE TOP:

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Heini Metzger
am 29.03.2021 um 12:27
Wenn man genau rechnet, haben sogar 61.54% für den Variantenantrag gestimmt, nämlich 1567 von 2546 Stimmenden. Ein Riesenerfolg für die Interessengemeinschaft pro Seuzi.Ob der Gemeinderat diese Zahlen versteht?
Er Klärer
am 28.03.2021 um 15:57
Der Artikel ist sehr verwirrend geschrieben. Es müsste noch erwähnt werden, weshalb der Gesamtsteuerfuss nun effektiv sogar sinkt. Der Gemeindesteuerfuss bleibt nun nämlich gleich wie bis anhin, da aber der Schulgemeinde-Steuerfuss reduziert wird, sinkt der Gesamtsteuerfuss.