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Zürcher SP schlägt Min Li Marti und Simone Brander für den Stadtrat vor

Die SP der Stadt Zürich schickt entweder Min Li Marti oder Simone Brander ins Rennen um einen vierten Stadtratssitz. Eine der beiden soll den vierten Sitz zurückerobern, den die SP bei den letzten Wahlen an die GLP verlor.

11.05.2021 / 12:15 / von: mle/sda
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Die SP der Stadt Zürich schickt entweder Min Li Marti (links aussen im Bild) oder Simone Brander (rechts aussen) ins Rennen um einen vierten Stadtratssitz. (Bild: TOP-Medien/Jan Isler)

Die SP der Stadt Zürich schickt entweder Min Li Marti (links aussen im Bild) oder Simone Brander (rechts aussen) ins Rennen um einen vierten Stadtratssitz. (Bild: TOP-Medien/Jan Isler)

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Wer von den beiden Politikerinnen antreten wird, entscheiden die Delegierten am 26. August. Bereits einer breiten Öffentlichkeit bekannt ist Min Li Marti (46), die seit fünf Jahren im Nationalrat sitzt. Zuvor war sie fast 14 Jahre lang im Zürcher Stadtparlament.

Corona habe gezeigt, dass eine Verwaltung Treiber der Innovation sein müsse. Sie selber wolle da ihren Beitrag leisten, sagte sie am Dienstag vor den Medien. Ein Wunsch-Departement hat sie derzeit nicht. Als Kandidatin bewerbe man sich ja um alle Departemente.

Wegen Velo-Demo verurteilt

Die zweite Kandidatin ist Simone Brander (43), die seit fast zwölf Jahren für die SP im Stadtparlament aktiv ist. Seit drei Jahren ist sie Vizepräsidentin der Fraktion. Brander arbeitet beim Kanton Aargau in der Energiefachstelle. Sie wisse also, wie eine Verwaltung arbeiten müsse, «damit hinten auch was raus kommt», sagte sie.

Sie engagiert sich seit Jahren für den Ausbau des Veloverkehrs. Dieses Engagement machte auch während der Pandemie keine Pause. Weil sie während des Lockdowns 2020 an einer Velo-Demo teilnahm, verurteilte sie das Bezirksgericht zu einer bedingten Geldstrafe.

Die beiden Kandidatinnen, die um einen viersten Sitz der SP kämpfen sollen - im Beitrag von RADIO TOP:

Audio

TELE TOP hat mit den SP-Stadtratskandidatinnen gesprochen und den Politologen Anton Schaller zur aktuellen Ausgangslage im Rennen um den Zürcher Stadtrat befragt:

video

Bisherige treten erneut an

Die bisherigen SP-Stadträte, Raphael Golta und André Odermatt, sowie SP-Stadtpräsidentin Corine Mauch treten alle erneut an. Die Gesamterneuerungswahlen finden am 13. Februar 2022 statt. Als einziger Stadtrat hat AL-Politiker Richard Wolff seinen Rücktritt bekannt gegeben.

Mit der Kandidatur von Min Li Marti ist auch klar, dass ihr Ehemann Balthasar Glättli, Nationalrat Grüne/ZH, auf eine Kandidatur verzichten muss. Denn laut Marti können keine Ehegatten im Stadtrat sitzen. Welche Kandidaten die Grünen ins Rennen um den frei werdenden Stadtratssitz schicken, ist derzeit noch unklar. Für den Politologen Anton Schaller ist jedoch klar: «Die SVP muss Alfred Heer ins Rennen schicken, welcher genug Prominent in der Stadt, jedoch gleichzeitig kein Hardliner ist. Die Grünen dürften Bastien Girod  aufstellen. Er könnte nicht nur einen Sitz für die Grünen dazugewinnen, er könne auch Parteiintern für Karin Rykart gefährlich werden.» Im Juli geben beide Parteien bekannt, welche Kandidaten sie für den freiwerdenden Stadtratssitz aufstellen werden. Anton Schaller rechnet mit einer spannenden Ausgangslage, denn «auch die FDP mit ihren Stadträten Michael Baumer und Filippo Leutenegger seien nicht vor Angriffen geweiht.»

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