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Auf Sri Lanka sterben Elefanten an Plastik von Abfalldeponie

Sri Lanka will einen Graben um eine riesige Abfalldeponie anlegen. Grund ist, dass mehrere wilde Elefanten nach dem Fressen von Plastik gestorben sind.

15.01.2022 / 05:38 / von: sda
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Der Graben sei die einzige Möglichkeit, die hungrigen Tiere vom Fressen auf der rund 800 Meter auf 800 Meter grossen Deponie abzuhalten, sagte ein Sprecher des Wildtierministeriums der Nachrichtenagentur DPA. In den vergangenen acht Jahren seien so mehr als 20 Elefanten gestorben.

Tote Elefanten in Schlagzeilen

Zuletzt hatte der Tod zweier Elefanten landesweit Schlagzeilen gemacht, nachdem sich Bilder der Tiere im Abfall rasch verbreitet hatten. Auch ein Video zirkulierte, in dem Mitarbeiter der Wildtierbehörde Plastik aus dem Rektum des einen Tieres gezogen hatten. Zudem kommt Wildtierminister Wimalaweera Dissanayake aus dem betroffenen Distrikt Ampara im Osten des Landes. Eine Obduktion soll die Todesursache der beiden Elefanten noch bestätigen.

Wildtieraktivistinnen und -aktivisten wollen aber, dass mehr für die Elefanten gemacht wird. Auf dem ganzen Inselstaat südlich von Indien gibt es mehr als 50 Abfalldeponien, von denen Wildtiere ebenfalls Plastik fressen. Rund fünf Elefanten sterben so pro Jahr.

Noch deutlich mehr Elefanten sterben auf Sri Lanka allerdings, weil sie sich an Sprengkörpern verletzen, sie Stromschläge von Elektrozäunen treffen oder sie erschossen werden. Dahinter stecken meist Bauern.

Bedrängte Tiere

Denn weil Menschen zunehmend im Lebensraum der Elefanten siedeln, zerstören die Tiere mehr und mehr Felder und Häuser. Einige Elefanten werden auch von Wilderern getötet, die es auf ihre Stosszähne abgesehen haben.

Insgesamt starben im vergangenen Jahr nach offiziellen Angaben 369 Elefanten an nicht natürlichen Ursachen. Nach der letzten Zählung vor zehn Jahren gibt es rund 6000 Elefanten auf Sri Lanka.