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Neun Leichen aus geflutetem Haus in Sizilien geborgen

Die schweren Unwetter in Italien haben weitere Todesopfer gefordert. Taucher bargen in der Nacht auf Sonntag bei einem «dramatischen Einsatz» neun Leichen aus einem gefluteten Landhaus auf Sizilien, wie die Feuerwehr auf Twitter mitteilt.

04.11.2018 / 11:52 / von: meg/sda
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Die Feuerwehr ist in den betroffenen Regionen des Unwetters in Italien mit Aufräumarbeiten beschäftigt (Bild: twitter.com/emergenzavvf)

Die Feuerwehr ist in den betroffenen Regionen des Unwetters in Italien mit Aufräumarbeiten beschäftigt (Bild: twitter.com/emergenzavvf)

Die Feuerwehr ist in den betroffenen Regionen des Unwetters in Italien mit Aufräumarbeiten beschäftigt (Bild: twitter.com/emergenzavvf)

Die Feuerwehr ist in den betroffenen Regionen des Unwetters in Italien mit Aufräumarbeiten beschäftigt (Bild: twitter.com/emergenzavvf)

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Das Unglück geschah demnach unweit von Palermo in Casteldaccia. Dort war der Wasserpegel eines Flusses wegen der heftigen Regenfälle in der Region rapide angestiegen, wie italienische Medien berichteten. Zwei Familien seien zum Abendessen versammelt gewesen, als das Haus von einem über die Ufer getretenen Bach überschwemmt wurde. Unter den Opfern seien ein dreijähriger Bub und ein 15-Jähriger. Lediglich zwei Personen konnten sich retten, eine von ihnen flüchtete auf einen Bau. 

«Eine entsetzliche Tragödie hat uns getroffen», sagte der Bürgermeister von Casteldaccia, Giovanni Di Giacinto, laut der Nachrichtenagentur Ansa. Der Fluss habe nie eine Gefahr dargestellt. Ansa berichtete zudem von einem weiteren Toten, der im sizilianischen Vicari gefunden worden sei.

Seit nunmehr einer Woche sind weite Teile Italiens von Starkregen, Sturm und Gewitter betroffen. Mit den Toten von Sonntag kamen mittlerweile mehr als 30 Menschen ums Leben.

Die italienische Feuerwehr zeigt auf Twitter das Ausmass des Unwetters:

#3nov #Belluno, ricognizione sulla diga #Comelico effettuata con i #droni dei #vigilidelfuoco, mentre proseguono gli interventi per il #maltempo su tutto il territorio provinciale colpito pic.twitter.com/voQxLwFOi7

— Vigili del Fuoco (@emergenzavvf) 3. November 2018

Der italienische Premier Giuseppe Conte besuchte am Sonntag die von den Unwettern betroffene Region auf Sizilien. Er berief für die kommende Woche eine Ministerratsitzung ein, um finanzielle Mittel für die Behebung der Unwetterschäden bereitzustellen.

Besonders schwierig ist nach wie vor die Situation im Grossraum Belluno in den Dolomiten. Tausende Haushalte müssen weiterhin ohne Strom und Wasser auskommen.

Leitungsmasten stürzten bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 180 Kilometern pro Stunde um. 100 Kilometer Strassen sowie Häuser und Autos wurden durch Wasser und Schlammmassen zerstört. Der Sturm riss Schneisen in die Wälder - 100'000 Hektar Wald von Udine bis zum Trentiner Fleimstal wurden vernichtet.

Soldaten wurden zur Überprüfung der wichtigsten Verkehrswege in der Region entsandt. Bereits Anfang der Woche hatte heftiger Regen auf Sizilien Überschwemmungen ausgelöst. Viele Strassen waren unpassierbar, Schulen blieben geschlossen.

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