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Opec+ kürzt Förderung - Ölpreise bauen Gewinne aus

Die Ölpreise haben am Mittwoch ihre deutlichen Aufschläge vom Vortag leicht ausgebaut. Entscheidend ist der Entschluss des Ölverbunds Opec+, die Förderung in den Monaten Februar und März unter dem Strich zu reduzieren.

06.01.2021 / 13:41 / von: sda
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Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent kostete am frühen Nachmittag 54,01 US-Dollar. Das waren 41 Cent mehr als am Vortag. Damit rangieren die Ölpreise in der Nähe ihrer höchsten Stände seit dem schweren Einbruch während der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020.

Auslöser der jüngsten Gewinne war die Entscheidung der Opec+ vom Dienstag, die Ölproduktion in den kommenden beiden Monaten zu reduzieren. Die Hauptlast trägt der Ölgigant Saudi-Arabien, während der zweite grosse Förderer Russland seine Produktion sogar leicht ausweiten darf.

Folgen auf Benzin und Heizöl

Die Entscheidung dürfte Folge der angespannten Corona-Lage in vielen Ländern sein, die auf der Rohölnachfrage lastet. Der Entschluss kam nach einer längeren Debatte der Länder zustande, die sich abermals zunächst nicht einigen konnten. Wie schon öfter zeigte sich letztlich Saudi-Arabien bereit, die Förderung deutlich zu reduzieren. Der Schritt war offenbar nicht mit den anderen Staaten abgesprochen. Russlands Vizeregierungschef Alexander Nowak sprach von einem "Neujahrsgeschenk".

Experten gehen davon aus, dass der Ölpreis im Jahresverlauf weiter steigen wird. So kann sich UBS-Experte Giovanni Staunovo Brent-Fasspreise von über 60 US-Dollar vorstellen, wie er der Nachrichtenagentur AWP sagte. Mittelfristig hält er sogar Preise "in Richtung 80 US-Dollar" für nicht ausgeschlossen. "Weil Benzin und Heizöl direkt mit dem Ölpreis verbunden sind, wird das zu einer Erhöhung dieser Preise führen", fügte er an.