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Arbeitsgruppen und leere Schulbänke: Kantonsschulen im Sendegebiet im Zeichen des Klimas

Schon zweimal haben Kantonsschülerinnen und Kantonsschüler in der ganzen Schweiz die Schule geschwänzt, um an Klimastreiks teilzunehmen. Aber nicht nur an den Streiktagen spüren die Schulen das Engagement der Jugendlichen.

13.05.2019 / 17:23 / von: abl
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Beispielsweise an der Kantonsschule Rychenberg organisieren sich die Schüler in Arbeitsgruppen zum Klimathemen. (Bild: pixabay.com/StockSnap)

Beispielsweise an der Kantonsschule Rychenberg organisieren sich die Schüler in Arbeitsgruppen zum Klimathemen. (Bild: pixabay.com/StockSnap)

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Der Klimawandel bewegt die Jugend: Bereits am ersten Klimastreik in Zürich Mitte März nahmen tausende Schülerinnen und Schüler teil. Später wurde auch in Frauenfeld oder Winterthur gestreikt, in Wil soll noch diese Woche der erste Klimastreik stattfinden

Kantonsschulen in der ganzen Schweiz kämpfen deshalb mit zahllosen unentschuldigten Absenzen. Beispielsweise der Kanton St.Gallen entschied erst vor wenigen Tagen, die Absenzenregelungen für Klimastreiks zu lockern.

Bei ihnen sei das kein Problem, erklärt beispielsweise Christian Sommer, Rektor der Kantonsschule Rychenberg in Winterthur. «Bei uns haben die Schüler gemerkt, dass einfach nur streiken nicht zielführend ist. Sie organisieren deshalb unterschiedliche Arbeitsgruppen», so Sommer. Beispielsweise befasst sich eine Gruppe Jugendlicher damit, Geld für eine «Klimazeitung» zu sammeln, eine andere beschäftigt sich mit dem Thema Recycling an der Kantonsschule. 

Wie sich das steigende Interesse der Schülerinnen und Schüler an der Klimathematik an den unterschiedlichen Schulen im Sendegebiet äussert, im Beitrag von RADIO TOP:

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Eigentlich brauche es nur einzelne engagierte Schüler, die die anderen dann anstecken, glaubt Arno Germann, Rektor der Kantonsschule Kreuzlingen, über alle Stufen hinweg. «Das Alter der Schüler spielt dabei nicht wirklich eine Rolle», so Germann.

Genau diese engagierten Schüler fehlen bisher an der Kantonsschule Schaffhausen. «Ich würde mir wünschen, dass sich die Schülerinnen und Schüler mehr einsetzen», sagt Pasquale Comi, Rektor der Kantonsschule Schaffhausen. Bisher würde das Thema hauptsächlich von der Schulleitung angestossen, beispielsweise mit Mehrweggeschirr in der Mensa. Das Interesse der Jugendlichen sei aber durchaus vorhanden.

Auch an der Kantonsschule am Brühl in St.Gallen interessieren sich die Schülerinnen und Schüler für die Umwelt - Prorektor Guido Bannwart geht davon aus, dass sie sich künftig auch im Rahmen ihrer Maturaarbeiten mehr mit dem Klima befassen dürften.

Ein ähnlicher Trend zeichnet sich an der Kantonsschule Wattwil bereits ab, heisst es auf Anfrage von RADIO TOP: Im Vergleich zum Vorjahr befassen sich dieses Jahr leicht mehr Schüler im Rahmen ihrer Arbeiten mit Umweltthemen.

Das Interesse der Schülerinnen und Schüler an der Klimathematik ist also bei Kantonsschulen überall im Sendegebiet spürbar - und dürfte in den nächsten Monaten tendenziell noch weiter zunehmen.

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