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Auch St.Gallen und Winterthur verzeichnen hohe Zahl an Lärmklagen

Die Stadtpolizei Zürich hat zwischen Januar und August mehr Lärmklagen erhalten als im gesamten Rekordjahr 2018. Auch die Städte Winterthur und St.Gallen verzeichnen massiv mehr Lärmklagen. Schuld könnte die Coronakrise sein.

18.09.2020 / 11:53 / von: lny
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Lärm von Bars, Restaurants oder der Strasse störte die Leute in St.Gallen und Winterthur in den letzten Monaten mehr. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Lärm von Bars, Restaurants oder der Strasse störte die Leute in St.Gallen und Winterthur in den letzten Monaten mehr. (Bild: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

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Gut 6'500 Lärmklagen sind zwischen Januar und August dieses Jahres bei der Stadtpolizei Zürich eingegangen. Das berichtet der «Tages-Anzeiger». Das sind 2'000 mehr als in durchschnittlichen Jahren und auch mehr als im bisherigen Rekordjahr 2018. Alleine ist die Limmatstadt damit nicht. Auch St.Gallen verzeichnet mehr Lärmklagen, sagt Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei St.Gallen: «Von April bis jetzt hatten wir ausser im Monat Juli etwa doppelt so viele Lärmklagen.» Im Durchschnitt liege die Zahl der Lärmklagen normalerweise pro Monat bei 50 bis 60. Dieses Jahr seien es über 100.

Als Grund vermutet Widmer die ausserordentliche Lage durch die Corona-Pandemie. Die Leute seien mehr zu Hause gewesen und hätten daher auch mehr Lärm machen können. Aber auch das schöne Wetter, das die Leute nach draussen zog, könne verantwortlich sein. Diese Vermutung teilt Michael Wirz von der Stadtpolizei Winterthur. Auch in der Eulachstadt ist die Zahl der Lärmklagen angestiegen. «So mussten wir im Mai rund dreimal so oft ausrücken wie im Jahr zuvor», sagt Wirz. Im Juni habe die Stadtpolizei Winterthur noch doppelt so viele Einsätze geleistet.

RADIO TOP Beitrag zu Lärmklagen in St.Gallen und Winterthur:

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Lärmforscher Mark Brink von der ETH Zürich vermutet ebenfalls die ausserordentliche Lage als Grund für die vielen Lärmklagen. Er führt dies aber auf den gesunkenen Hintergrundlärm während dieser Zeit zurück. Dadurch würden einzelne Lärmspitzen stärker wahrgenommen als sonst und seien dadurch störender.

Vorbei ist es mit den vielen Lärmklagen in den Städten noch nicht. Sowohl in Winterthur als auch in St.Gallen verzeichnen die Stadtpolizeien noch immer hohe Zahlen. Daher würden sie auch verstärkt patrouillieren und die Leute darauf hinweisen, leiser zu sein.

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