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«Bei schwierigeren Sprüngen fiel mir das Atmen schwer»

Seit Mitternacht gelten die Verschärften Massnahmen des Bundesrates im Kampf gegen das Coronavirus. Dazu gehört auch eine Maskenpflicht beim Training und das Verbot von Kontaktsport. Sportvereine und -schulen reagieren unterschiedlich.

29.10.2020 / 16:57 / von: abl
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Beispielsweise in Tanzstudios müssen seit Mitternacht Masken getragen werden. (Bild: pixabay.com/Skitterphoto)

Beispielsweise in Tanzstudios müssen seit Mitternacht Masken getragen werden. (Bild: pixabay.com/Skitterphoto)

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Die Maskenpflicht gilt für Sport in Innenräumen und für alle ab 16 Jahren. Damit müssen etwa Besucher im Fitnesscenter, beim Sport in einer Turnhalle oder in einem Tanzstudio eine Maske tragen. Weiter sind höchstens 15 Personen an den Trainings teilnehmen, Kontaktsport ist verboten.

Was Sportclubs aus der Region und Sportmediziner von dieser Maskenpflicht halten, im Beitrag von RADIO TOP:

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Beispielsweise im Tanzstudio des Kindertanztheaters Claudia Corti in Neftenbach läuft der Betrieb weiter. Allerdings sind die Gruppengrössen eingeschränkt worden. Die Maskenpflicht sei sinnvoll, so Yuriy Volk, Schulleiter des Theaters. Allerdings seien Stoffmasken nicht geeignet: «Im ersten Training habe ich eine Stoffmaske getragen. Bei schwierigeren Sprüngen, die mehr Ausdauer verlangen, hatte ich etwas Mühe mit dem Atmen». Mit den gewöhnlichen Hygienemasken sei es aber kein Problem.

Viele Fragen offen sind beim Trainingsbetrieb von Kontaktsportarten. Es sei nicht ganz klar, ob sie beispielsweise mit einem Konditionstraining ohne Kontakt weiterfahren dürfen, erklärt Jörg Wuffli, Leiter der Nachwuchsabteilung des EHC Winterthur. «Idealerweise würden wir dann die Masken am Spielfeldrand deponieren und ein Konditionstraining abhalten – natürlich immer mit dem nötigen Abstand.» Mit Masken Eishockey zu spielen sei aber schwer vorstellbar, so Wuffli.

Aus medizinischer Sicht ist das Training mit Maske kein Problem, beruhigt Walter O. Frey, Sportarzt an der Universitätsklinik Balgrist in Zürich: «Eine Maske vergrössert den Atemwiderstand, und beim Sport soll der Atemwiderstand natürlich möglichst gering sein. Gefährlich ist es also nicht, mit Maske zu trainieren, höchstens unangenehm.» Allerdings sei ein Training mit hoher Intensität nicht empfehlenswert und Leistungsspitzen könnten von der Maske gekappt werden. Frey rät, wann immer möglich auf sportliche Aktivitäten zu setzen, bei denen eine Maske gar nicht nötig ist, also beispielsweise im Freien. 

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