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Bei Winterthurer Stadtratswahl spielen die Mitteparteien Hauptrolle

Der Kampf um die Nachfolge von Yvonne Beutler nimmt Fahrt auf. Durch den Verzicht der SVP auf eine Kandidatur könnten die Mitteparteien das Zünglein an der Waage sein.

09.05.2019 / 12:41 / von: mma
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Der Kampf um die Nachfolge von Yvonne Beutler nimmt an Fahrt auf. (Bild: yvonne-beutler.ch)

Der Kampf um die Nachfolge von Yvonne Beutler nimmt an Fahrt auf. (Bild: yvonne-beutler.ch)

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Vor rund einem Monat hat Yvonne Beutler überraschend ihren Rücktritt aus dem Winterthurer Stadtrat verkündet. Die SVP hat am Mittwoch entschieden, dass sie keinen Kandidaten aufstellt. In der kurzen Zeit konnte kein passender Kandidat gefunden werden. Die Partei hat zudem Stimmfreigabe beschlossen, spricht sich also für keinen der bereits bekannten Kandidierenden aus. Die zweitstärkste Partei in der Stadt, welche überdies derzeit nicht im Stadtrat vertreten ist, mischt damit nicht mit bei der Wahl im Juli.

Die anderen bürgerlichen Parteien FDP und CVP haben nach dem Rücktritt Beutlers angekündigt, auf eine Kandidatur zu verzichten - damals aber in der Annahme, dass die SVP eine Kandidatur lanciert. Auf Anfrage heisst es bei Parteivertretern von CVP und FDP, der Entscheid gestern sei äusserst überraschend gekommen. Das weitere Vorgehen werde nun besprochen.

Es deutet nun aber alles auf einen Zweikampf um den freien Sitz im Stadtrat zwischen Kaspar Bopp von der SP und Annetta Steiner von der GLP hin.

RADIO TOP fasst die Ausgangslage zusammen:

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Die Ausgangslage bei diesem Duell ist spannend. Die SP ist die stärkste Kraft in Winterthur. Sie stellt knapp einen Drittel der Gemeinderäte. Doch die GLP ist im Aufwind. Bei den letzten Wahlen hat sie mehr als zehn Prozent Wähleranteil erreicht. Zudem könnte sie von der grünen Welle profitieren, die etwa bei den kantonalen Wahlen im März mobilisiert hat. Ein weiterer Vorteil der Grünliberalen ist, dass sie mit Annetta Steiner eine Frau vorschlagen. Der SP ist es nicht gelungen, für Beutlers Nachfolge eine Frau aufzustellen.

Stellen sich FDP und CVP hinter Steiners Kandidatur, dürften die Chancen der GLP weiter steigen. Sie könnten in diesem Duell also das Zünglein an der Waage sein. Offen ist auch, wie sich die EVP positioniert. Sie will zuerst noch Hearings durchführen mit den beiden Kandidierenden. Die Entscheide der Parteien dürften in den nächsten Wochen fallen.

Die Grünen dürften sich wohl hinter SP-Kandidat Bopp stellen. Das hiess es jedenfalls bisher von Vertretern der Grünen - und auch die SP geht davon aus. Nach ihrer Nominierungsversammlung liess die Partei verlauten, Grüne und VPOD hätten ihre Unterstützung für Bopp bereits zugesagt.

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