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Corona fördert Gewalt unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen

In der Stadt Schaffhausen ist es in den vergangenen Wochen häufig zu Gewalt zwischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen gekommen. Die ansässigen Gastro-Betreiber verdächtigen die Corona-Krise als Ursache. Die Jungen hätten einfach zu wenig Beschäftigung. Für die Jugendbeauftragten von Winterthur ist der Zusammenhang logisch und nicht ungewöhnlich.

31.07.2020 / 12:19 / von: szw
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Die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen nimmt seit Jahren zu. (Symbolbild: pixabay.com/ToNic-Pics)

Die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen nimmt seit Jahren zu. (Symbolbild: pixabay.com/ToNic-Pics)

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Gleich drei Mal in den vergangenen zwei Monaten ist es in der Stadt Schaffhausen zu Gewalttaten zwischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen gekommen. Dies berichten die «Schaffhauser Nachrichten». Die Beteiligten sind meist im Alter von 16 bis 30 Jahren.

Ansässige Gastronomie-Betreiber schieben Corona die Schuld zu. Weil Clubs und Bars teilweise geschlossen bleiben, würden die Jungen ohne Aufsicht auf den Strassen wüten. Die Jugendbeauftragte von Winterthur, Mireille Stauffer, versteht den Zusammenhang. Für sie seien die Zwischenfälle jedoch nicht aussergewöhnlich.

Im Sommer gebe es im Allgemeinen mehr Gewaltakte. Hinzu komme, dass es beispielsweise keine Festivals gebe und die Ferien im Ausland ins Wasser fallen. Junge könnten sich also weniger austoben und im Allgemeinen befinden sich mehr Jugendliche und junge Erwachsene im Lande.

Mireille Stauffer sieht aktuell keine Möglichkeiten für Alternativbeschäftigungen. Anlässe seien – bekanntlich – verboten und viele der Täter seien auch schon im mündigen Alter. Diese würden Jugendtreffs vermutlich meiden.

Viele Junge hätten in den vergangenen Monaten auch Outdoor-Sportaktivitäten für sich entdeckt. Es wäre natürlich wünschenswert, würden Gewaltbereite auch auf solche Aktivitäten umsteigen.

Im Beitrag von RADIO TOP erläutert Mireille Stauffer die Problematik:

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