Pull down to refresh...
zurück

Das gilt es beim «Pilzlen» zu beachten

Selber Pilze sammeln ist beliebt. Doch nicht alle Pilze sind bedenkenlos geniessbar. Hier gibt es wertvolle Tipps, was man beim «Pilzlen» beachten muss und wo man seine gefundenen Pilze kontrollieren lassen kann.

20.10.2020 / 05:40 / von: mle
Seite drucken Kommentare
0
Wer Pilze im Wald sammelt, sollte diese unbedingt bei einer Pilzkontrollstelle auf die Geniessbarkeit überprüfen lassen. (Symbolbild: Pixabay.com/silviarita)

Wer Pilze im Wald sammelt, sollte diese unbedingt bei einer Pilzkontrollstelle auf die Geniessbarkeit überprüfen lassen. (Symbolbild: Pixabay.com/silviarita)

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Im Wald spazieren gehen und Pilze sammeln - ein Hobby, dem viele Leute in der Schweiz nachgehen. Im Corona-Sommer sind spürbar mehr Leute auf Pilz-Suche gegangen, sagt Ferdinand Uehli, Pilzkontrolleur von der Pilzkontrollstelle Winterthur. Im Kanton Zürich darf man pro Tag und Person ein Kilo sammeln. Verboten ist das Sammeln vom 1. bis 10. jeden Monats. So sollen sich die Pilze entfalten und absporen können.

Die Pilzsaison dauert laut Uehli von August bis ungefähr Mitte November. Es gibt aber auch Pilze die etwas früher kommen oder die ganze Saison durch zu finden sind.

Folgende Dinge sollte man beim «Pilzlen» beachten:

-Um die Pilze zu sammeln und transportieren sollte man Körbe oder Stoffsäck verwenden - nie Plastiksäcke. Die Luft muss zirkulieren können und die Pilze sollten keiner Wärme ausgesetzt werden (beispielsweise Autokofferraum)

-Am besten befreit man die gesammelten Pilze von anhaftender Erde und Nadeln bereits im Wald. Dabei sollte beachtet werden, dass die besonderen Merkmale wie Stielbasis nicht beschädigt werden.

-Pflücke nur Pilze, die in einwandfreiem Zustand sind. Weder Giftpilze noch ungeniessbare Pilze sollten vernichtet werden.

-Kennt man einen Pilz nicht, genügt es, zwei oder drei Exemplare zur Bestimmung mitzunehmen. Beim Pflücken sorgfältig aus dem Boden drehen, nicht säubern, charakteristische Merkmale des Biotops (Standortes) notieren. Getrennt von der restlichen Pilzernte aufbewahren.

-Ganz junge oder alte Pilze, sowie madige oder von Ungeziefer angefressene Exemplare, die als Speisepilze wertlos sind, sollte man stehenlassen.

-Pilze tragen wesentlich zum Erhalt des ökologischen Gleichgewichtes bei. Man sollte also immer nur so viel pflücken, wie man auch essen kann. Ausserdem sollte man sich an die kantonalen und kommunalen Pilzsammelbestimmungen halten.

-Seltene Pilzarten sollen geschützt werden

-Bei der Kontrolle sollte man das ganze Sammelgut nach Arten getrennt vorlegen.

-Vorsicht vor täuschenden Äusserungen. «Hausmittel» wie Silberlöffel- oder Zwiebeltest, oder die Aussage, wonach angefressene Pilze ungiftig seien, sind reine Ammenmärchen.

-Die Giftigkeit von Giftpilzen nimmt durch das Kochen nicht ab.

-Rohe Pilze sollten generell nicht verzehrt werden.

-Es sollten keine Pilze serviert werden, die nicht kontrolliert worden sind.

Seine Pilze kontrollieren zu lassen ist zwar keine Pflicht, aber es empfiehlt sich. Denn nicht selten gibt es ungeniessbare Doppelgänger von essbaren Pilzen. Wenn man sich unsicher ist, sollte man sowieso eine Kontrollstelle aufsuchen. Die Kontrollen sind kostenlos.

Auf dieser Karte findet man die nächste Pilzkontrollstelle in seiner Nähe, alle aktuellen Pilzbestimmungen sowie spannende Informationen zu Pilzen.

Beitrag erfassen

Keine Kommentare