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Definitiv keine ZHAW-Zentrale in der Lokstadt

Die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) wird definitiv nicht Hauptnutzerin der Lokstadt in Winterthur. Der Kanton Zürich hat seine Pläne geändert: Die ZHAW muss an bereits bestehenden Standorten wachsen.

30.11.2017 / 17:00 / von: vbu
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Gestaltungsplan der Lokstadt (Bild: stadt.winterthur.ch)

Gestaltungsplan der Lokstadt (Bild: stadt.winterthur.ch)

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Im Frühling 2015 hat das Winterthurer Stimmvolk dem Gestaltungsplan für die Umnutzung der Lokstadt (ehemals Werk 1) auf dem Sulzer-Areal klar zugestimmt. Im Vorfeld der Abstimmung hiess es, die ZHAW werde Hauptmieterin auf dem Areal. So sollten dort unter anderem das ZHAW-Rektorat, ein Hörsaalzentrum sowie Sportanlagen und Mensa entstehen.

Schon Ende September diesen Jahres hat sich die Bauherrin Implenia jedoch auf die Suche nach neuen Mietern gemacht. Es hatte sich abgezeichnet, dass der Kanton den ZHAW-Ausbau in der Lokstadt wohl doch nicht verwirklicht.

Dies hat sich nun bestätigt: Der Regierungsrat hat beschlossen, dass er auf dem Sulzer-Areal keine Neubauten mehr realisiert. Auf Anfrage von RADIO TOP sagt Wolfgang Annighöfer, Leiter der Abteilung Finanzen und Bauten bei der Zürcher Bildungsdirektion: «Der Kantonsrat hat uns zuletzt wiederholt zu verstehen gegeben, dass er keine Neubauten auf Mietflächen wünscht. Weiterentwicklungen muss der Kanton künftig auf eigenen Grundstücken machen.» Das heisst konkret: Der Standort Lokstadt fällt weg.

RADIO TOP-Beitrag zum Kurswechsel des Kantons:

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Die Pläne, welche während des Abstimmungskampfes immer wieder Thema waren, sind damit vom Tisch. Der Winterthurer Bauvorsteher Josef Lisibach sagt dazu: «Die Aussage, dass die ZHAW Hauptmieterin wird in der Lokstadt, wurde vor der Abstimmung aber mit bestem Wissen und Gewissen gemacht. Der Stadtrat hat zudem jederzeit transparent gemacht, dass es sich nur um Pläne handelt.»

Wer die ZHAW als Hauptmieterin ersetzen könnte, ist offen. «Ich bedaure den Entscheid des Kantons, bin aber überzeugt, dass an einer derart attraktiven Lage schnell neue Mieter gefunden werden», meint Lisibach. Er sagt weiter, die Stadt stehe in engem Kontakt mit der Bauherrin Implenia. 

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