Pull down to refresh...
zurück

Der steinige Weg zum eigenen Kinderbuch

Die Winterthurer Künstlerin Nadine Bösch arbeitet an ihrem ersten eigenen Kinderbuch, einem tierischen Alphabet. Böschs Projekt zeigt, dass im Entstehungsprozess neben Kreativität vor allem auch Durchhaltewille gefragt ist.

11.10.2018 / 15:10 / von: vbu
Seite drucken Kommentare
0
Nadine Bösch stellt ihre Skizzen und Zeichnungen in der Alten Kaserne in Winterthur aus (Bild: RADIO TOP/Vera Büchi)

Nadine Bösch stellt ihre Skizzen und Zeichnungen in der Alten Kaserne in Winterthur aus (Bild: RADIO TOP/Vera Büchi)

Chamäleons, ein Cembalo und ein Chagall-Bild zeichnet Bösch beim Buchstaben

Chamäleons, ein Cembalo und ein Chagall-Bild zeichnet Bösch beim Buchstaben C

0
Schreiben Sie einen Kommentar

Nadine Bösch (38) ist gebürtige Thurgauerin, lebt und arbeitet nun aber seit über einem Jahrzehnt in Winterthur. Etwa gleich lange trägt sie sich schon mit der Idee, ein «tierisches Alphabet» zu schaffen – ein Kinderbuch mit Tierillustrationen von A wie Aal bis Z wie Ziesel. Seit einiger Zeit entsteht aus der Idee nun auch ein konkretes Projekt.

RADIO TOP hat die Künstlerin Nadine Bösch getroffen:

Audio

Die Entstehung der einzelnen Zeichnungen beginnt dort, wo man ihn nicht unbedingt erwarten würde: «Für ein Bild gehe ich den ganzen Duden durch und schreibe mir Tiere und Gegenstände auf, deren Namen sich originell kombinieren lassen und welche ich zeichnerisch darstellen kann», erläutert Bösch. Danach geht sie an die Recherche zu den einzelnen Tierarten: «Es geht mir darum herauszufinden, was ein Tier charakterisiert. So hat der Eisbär im Gegensatz zum Braunbären eine leicht nach unten gedrückte Nase. Das ergibt dann einen spezifischen Ausdruck.» So entsteht dann etwa beim Buchstaben D die Zeichnung einer Dromedardame mit Diamant und Diadem, dazu ein Drache, Diskusfische, ein Doppelhornvogel und eine Dornschwanz-Agame.

Die Umsetzung ist allerdings zeitlich wie finanziell eine Herausforderung. Bösch kann sich ihrer Herzensangelegenheit vor allem dank eines Projektbeitrags des Stiftungsbüros des Kantons Thurgau widmen: «Ohne diese Unterstützung wäre es schwierig», meint sie. Hinzu kommt die letzte grosse Hürde vor dem Erscheinen des ersten eigenen Kinderbuchs: Die Suche nach einem Verlag. Bösch hat bereits jetzt begonnen, verschiedene mögliche Verlage anzuschreiben, und hofft nun auf positive Rückmeldungen. Sollten diese nicht eintreffen, müsste sie ihr Kinderbuch im Eigenverlag herausgeben.

Der Entstehungsprozess des Kinderbuchs von der Skizze bis zur fertigen Buchseite ist bis 26. Oktober in der Alten Kaserne in Winterthur zu sehen.

Beitrag erfassen

Keine Kommentare