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Der Stellenabbau von Rieter betrifft auch Winterthur

Der Winterthurer Spinnereimaschinenhersteller Rieter plant einen Stellenabbau im grossen Stil. Der Grund ist eine Nachfrageflaute, die sich auch im Januar und Februar 2019 fortgesetzt hat. Auch der Standort Winterthur ist betroffen.

13.03.2019 / 12:00 / von: lli/sda
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Der Sitz von Rieter in Winterthur (Bild: wikipedia.org unter Creative Commons/Roland ZH)

Der Sitz von Rieter in Winterthur (Bild: wikipedia.org unter Creative Commons/Roland ZH)

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Weltweit würden rund 5 Prozent der Stellen gestrichen, teilte Rieter mit. Dies ergibt bei einem Personalbestand von gut 5'100 Mitarbeitern einen Abbau von rund 250 Jobs.

Auch der Standort Winterthur ist betroffen. Rieter CEO Norbert Klapper spricht von knapp 30 Stellen, die abgebaut werden. In der Schweiz beschäftigt Rieter rund ein Fünftel aller Mitarbeiter.

Handelsstreit zwischen China und den USA mitschuldig

Hintergrund des Abbaus ist eine Nachfrageflaute. Das schwache Marktumfeld habe auch in den ersten beiden Monaten 2019 angehalten und habe zu einer geringeren Nachfrage geführt. Das Unternehmen erwartet deshalb für das erste Halbjahr und das Gesamtjahr einen «deutlichen Rückgang» von Umsatz und Gewinn.

Aufgrund des Handelsstreits zwischen China und den USA seien die Kunden im asiatischen Markt zurückhaltender geworden, was Investitionen in neue Maschinen anbelangt. Schon 2018 erhielt das Unternehmen nur noch Bestellungen im Wert von 868,8 Millionen Franken (-17%).

Die boomende Wachstumsphase von 2017 ist zu Ende, wie RADIO TOP berichtet:

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Der Reingewinn kam bei 32,0 Millionen zu liegen, nachdem es im Vorjahr nur 13,3 Millionen gewesen waren. Der Grund für die Gewinnsteigerung war jedoch primär ein Einmaleffekt. So waren im Vorjahr wegen der Neuausrichtung des deutschen Standorts Ingolstadt Restrukturierungskosten von 36 Millionen angefallen.

Werden Restrukturierungskosten ausgeklammert, war die Profitabilität jedoch schon 2018 rückläufig, wie das Unternehmen einräumte. Begründet wurde dies unter anderem mit einem «unvorteilhaften Produktmix» im Neumaschinengeschäft, welches rote Zahlen schrieb.

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