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Die Verschmelzung von Mensch und Roboter

Im Theater Winterthur spielt in gut einer Woche die SciFi-Oper «humanoid» – also Mensch und Android. In dieser speziellen Oper wird die Vermischung von Menschen und Roboter thematisiert.

15.02.2019 / 17:47 / von: eob
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Bei den Proben der SciFi-Oper «android». (Bild: Toni Suter / T+T Fotografie)

Bei den Proben der SciFi-Oper «android». (Bild: Toni Suter / T+T Fotografie)

Bei den Proben der SciFi-Oper «android». (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

Bei den Proben der SciFi-Oper «android». (Bild: RADIO TOP/Elena Oberholzer)

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Es ist das Jahr 2037 und die Zukunft ist so fortgeschritten, dass Roboter alltäglich sind. Dabei experimentiert Jonah mit seinen Robotern und erschafft sich seine perfekte Frau Alma. Sie ist schön und macht genau das, was Jonah will. Denn täglich löscht er ihre Datenbank, damit sie sich an nichts mehr erinnern kann. Doch eines Tages funkt ein Kind dazwischen und sichert die Daten von Alma in einem anderen Roboter. Plötzlich eskaliert die Situation.

«humanoid» im Beitrag von RADIO TOP:

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Es ist eine SciFi-Oper die die Thematik der Digitalisierung anspricht. Was könnten eines Tages die Folgen der Digitalisierung sein? Dabei hat sich die Regisseurin der Uraufführung Cordula Däuper für den emotionalen Aspekt, so wie der Wunsch nach einem idealen Partner interessiert. Wenn der Partner selber programmiert ist, dann ist er so, wie sich der Mensch ihn vorgestellt hat, erklärt Cordula Däuper. «Aber trotzdem ist er berechenbar und irgendwann dann auch langweilig, weil man immer nur das bekommt, was man ihm vorgibt.» Somit sei der Roboter nicht überraschend und deshalb kein Ersatz für einen Menschen. 

Als Bühnenbild dienen verschiedene weisse Treppen, die ineinander gekreuzt sind. Diese werden dann futuristisch in bunten Farben beleuchtet. Zudem leuchten auch die Schuhe der Roboter neonartig. Als weiteres Requisit werden Puppen in Menschengrösse eingesetzt, damit ein deutlicher Unterschied zwischen Roboter und echtem Mensch gezeigt wird. «Somit hat man den echten Mensch, der zärtlich mit dieser Puppe sein möchte und immer wieder auf dieses Silikongesicht stösst und somit kein wirkliches Gegenüber hat.»

Das Ganze wird vom Musikkollegium Winterthur unterstützt. Dieses wird vom erst 25-jährigen Sebastian Schwab dirigiert. Die Musik, welche von Leonard Evers komponiert wurde, bringt immer wieder Anklänge eines Nitendospiels hinein, wie zum Beispiel Mariokart. «Aber auf der anderen Seite hat sie auch die menschliche Seite, welche sehr schwelgerisch und intim ist», findet Sebastian Schwab. Am Schluss würde sich dies dann zusammen vermischen, denn die Grenze zwischen Mensch und Roboter verschwinde immer mehr, bis nicht mehr klar sei, wer jetzt Mensch und wer Roboter ist.

Die Uhraufführung von der SciFi-Oper beginnt in gut einer Woche, am 21. Februar und spielt in Winterthur bis zum 3. März.

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