Pull down to refresh...
zurück

Die Zeitumstellung stellt die Tierwelt auf den Kopf

In der Nacht vom 30. auf den 31. Oktober werden die Uhren in der Schweiz um eine Stunde zurückgedreht. Während der Mensch ein wenig länger schlafen kann, muss sich die Tierwelt erst an den neuen Rhythmus gewöhnen.

20.10.2021 / 18:15 / von: lpe
Seite drucken Kommentare
1
Die Zootiere müssen sich etwas länger gedulden, bis ihr Essen kommt. (Symbolbild: Keystone/WALTER BIERI)

Die Zootiere müssen sich etwas länger gedulden, bis ihr Essen kommt. (Symbolbild: Keystone/WALTER BIERI)

1
Schreiben Sie einen Kommentar

Zweimal jährlich stellt die Schweiz ihre Wecker, Kirchen- Bahnhofs- und Armbanduhren um. Der Wechsel von der Sommer- zur Winterzeit und umgekehrt sorgt im ein oder anderen Haushalt gelegentlich für etwas Chaos. Der Mensch passt sich aber ansonsten relativ problemlos an den Wechsel an. Etwas mehr Mühe bekundet die Tierwelt.

Im Beitrag von RADIO TOP beleuchten eine Tierschützerin und ein Zookurator die Problematik:

Audio

Gefährdetes Wild und genervte Löwen

Plötzlich sind die Stosszeiten auf den Strassen eine Stunde später und der Fressnapf des eigenen Vierbeiners ist zur gewohnten Zeit noch enttäuschend leer. Die Wildtiere müssen sich vom einen auf den anderen Tag auf das veränderte Verkehrsaufkommen in der Dämmerung einstellen. «Autofahrer und -fahrerinnen müssen besonders am Waldrand oder in der Nähe von Feldern vorsichtiger fahren», sagt Susy Utzinger, Geschäftsführerin der gleichnamigen Stiftung in Winterthur.

Doch nicht nur Wildtiere spüren die Zeitumstellung. Auch im Zoo macht sich die Winterzeit bemerkbar. Die Tierpfleger und –pflegerinnen passen ihre Arbeitszeit nämlich nicht dem Rhythmus der Tiere an, heisst: Das Futter kommt eine Stunde später. Auch die Gehegereinigung und das Eintreffen der Besucher verzögert sich. «Die Tiere gewöhnen sich aber innerhalb von zwei Wochen daran», sagt Fabian Klimmek, Kurator des Walter Zoos in Gossau. Zu grossen Problemen führt dies nicht, «es kann aber schon sein, dass ein Löwe den Pfleger oder die Pflegerin mal anraunzt», sagt Klimmek. Etwas Geduld brauchen auch Haustierbesitzer und -besitzerinnen, bis der eigene Vierbeiner sich an die neue Uhrzeit gewöhnt.

Beitrag erfassen

Bruno
am 21.10.2021 um 11:20
Alle Jahre das gleiche Thema. Schaft doch endlich die Sommerzeit ab.