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Fahrweise der Stadtbus-Chauffeure sorgt für Kritik

Bei einer Umfrage zur Zufriedenheit der Passagiere schneidet die Fahrweise der Busfahrer am schlechtesten ab.

Nun will Stadtbus Winterthur mit Kursen und einem Fahrassistenten die Fahrweise ihrer Chauffeure verbessern.

29.09.2022 / 10:28 / von: bye
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Die Fahrweise der Stadtbus-Chauffeure sorgt für Kritik. (Screenshot: TELE TOP)

Die Fahrweise der Stadtbus-Chauffeure sorgt für Kritik. (Screenshot: TELE TOP)

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Grundsätzlich sind die Passagiere mit den Leistungen von Stadtbus Winterthur zufrieden, wie der Landbote am Donnerstagmorgen schreibt. Aus einer Umfrage des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) geht hervor, dass Stadtbus 76 von 100 Punkten erreichte. Das entspricht ungefähr dem Vorjahreswert. «Das Niveau stimmt, aber wir haben noch Luft nach oben», sagt Michael Poysden, Leiter Kommunikation bei Stadtbus Winterthur. Im Vergleich zu anderen Verkehrsanbietern liegt Stadtbus mit diesem Wert im mittleren Bereich. Weil das Angebot und die Verkehrsmittel jedoch andere sind, seien die Zahlen der verschiedenen Anbieter nur beschränkt vergleichbar, schreibt der ZVV.

Drei Hauptproblem-Breiche

Trotzdem hat Stadtbus solche Vergleiche angestellt und drei Bereiche festgemacht, bei denen man Nachholfbedarf hat. Ein Problembereich ist die Information bei Verspätungen und Betriebsstörungen. Bei diesem Punkt schliessen aber alle Verkehrsbetriebe ähnlich schlecht ab. Weiter lässt die Sauberkeit an Haltestellen zu wünschen übrig. «Da ist man noch nicht am Ziel», sagt der Stadtbussprecher. Auch beim dritten Punkt herrscht Luft nach oben, auch wenn das Problem bereits bekannt ist.

Poysden spricht hier von einem «Dauerbrenner». Fast in jeder Umfrage wird die Fahrweise der Stadtbusfahrerinnen und -fahrer kritisiert. Dies sei aber nicht nur den Chauffeusen und Chauffeuren anzulasten. Die Fahrweise würde zusätzlich vom Material und Strassenzustand abhängen. Als Beispiel für eine holprige Piste nennt Poysden die Wülflingerstrasse. Man sei diesbezüglich mit dem Tiefbauamt im ständigen Austausch.

Wegen der verbesserungsbedürftigen Fahrweise will Stadtbus sein Personal gezielter auf vorausschauendes Fahren schulen. So hat man beschlossen, jede Fahrerin und jeden Fahrer zweimal im Jahr in einen Kurs zu schicken. Als weitere Massnahme bietet man Fahrtrainings in der eigenen Fahrschule an. «Dort können sich auch erfahrene Fahrdienstmitarbeitende zeigen lassen, wie man angenehm fährt», sagt Poysden.

Trotz höheren Strompreisen keine Preiserhöhung für Passagiere

Angesichts der Erhöhung der Strompreise «sind wir für dieses Jahr abgesichert, aber wir gehen davon aus, dass der Strom 2023 teurer wird», erwähnt Poysden. Eine Schätzung will er nicht abgeben. Die Passagiere dürfen dafür aufschnaufen. Von erhöhten Ticket- oder Abopreisen werden die Passagiere nicht direkt betroffen sein. Die Branche hat bekannt gegeben, dass es für den nächsten Fahrplanwechsel keine Tarifanpassung gibt. 

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Sasa
am 04.10.2022 um 17:46
Um 5:30 durch die Stadt mit 30 km/h schleichen anstatt mal bei einer Haltestelle kurz anzuhalten. Es gibt leute die mit dem Auto über 50 km zur Arbeit kommen müssen. Auch das verlassen der Haltestelle ist eine grosse Gefahr. Blinker ein und einfach losfahren. Bitte nimmt Rücksicht auch auf die anderen Verkehrsteilnehmer. Danke.
Bruno
am 02.10.2022 um 09:16
Als erstes würde ich das Personal auf das Anfahren der Stationen schulen ( abstand zum Trottoir ) Ältere Menschen und Gehbehinderte werden es euch Danken !!!!
Sonja
am 01.10.2022 um 20:00
Wenn der Chauffeur so weit weg vom Trottoir die Haltestellen anfährt, dass gehbehinderte Menschen riesige Schwierigkeiten bei Aussteigen haben, ist auch nicht der Strassenbelag oder das Material schuld !!!!!
Frey Daniel
am 01.10.2022 um 13:35
Ich kann mir gut vorstellen, das die Chauffeure stetes unter Zeitdruck stehen, damit Ihre Kunden ihre Anschlussverbindungen rechtzeitig erreichen. Was ich aber überhaupt NICHT nachvollziehen kann, dass zum Beispiel auf der Stadthausstrasse regelrecht auf die Fussgängerzone los gerast wird. Hier erwarte ich bitte mehr Professionalität von einem Berufschauffeur.Oder möchte sich jemand ausmalen, was im oder vor dem Bus mit den Kunden alles geschehen könnte?
Cedi
am 30.09.2022 um 08:54
Mag sein dass das Material eine Rolle spielt. Aber: Ich fahre hauptsächlich mit den Linienien 2, 7 und 3. Wie kann es dann sein das es bspw. am Montag ok ist, am Dienstag aber unangenehm (zu schnelle Kurven, zu starkes Beschleunigen/Bremsen)?! Da kann nur der Chauffeur/die Chauffeuse der Grund für die mässig angenehme Fahrt sein. Kurz: Man spürt massive Unterschiede beim Fahrer*in.
Werner Schreier
am 29.09.2022 um 20:30
Der Stadtbus Winterthur ist der einzige ÖV den ich kenne, bei dem die Chauffeure versuchen, ihre eigenen Kunden anzufahren. Täglich anzuschauen vor dem Bahnhof ... Es liegt vermutlich nicht nur bei den Chauffeuren. Es könnte auch sein, dass die Chauffeure extrem unter Druck stehen, unrealistische Fahrpläne einzuhalten. Und: Wer nach Arbeitsschluss den Wagen waschen muss, fühlt sich kaum wertgeschätzt. Bei dieser Art der Führung wird die Motivation entsprechend sein. Der Fisch stinkt vom Kopf.
Fahrgast
am 29.09.2022 um 18:40
Leider wird von die Geschäftsleitung immer schön geredet. Es gibt BusfahrerInnen die einen Perfekten Fahrstill hatte, seit Kurzen haben Sie Ihren Fahrstill verschlechtert. Schuld gaben vielen denn neue Fahrensitze die Alten ersetzt wurden. Körperliche Beschwerden und Krämpfen auf denn Beine bis Schultern. Die Geschäftsleitung ist das Egal und Gehörlos. Die Dieselbüssen sind die Bremseinstellung und Automatische Gangschaltung unterschiedlich schlecht wie denn Haltenstelle Bremsen. Kursen? Zuhören
Roger Strasser
am 29.09.2022 um 14:44
"Dies sei aber nicht nur den Chauffeusen und Chauffeuren anzulasten. Die Fahrweise würde zusätzlich vom Material und Strassenzustand abhängen." Man muss nur einmal mit einem solchen Bus mitfahren und man merkt, dass das eine Schutzaussage ist und so nicht stimmt. Am schlimmsten ist das Beschleunigen und Bremsen